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Traditionsmarke Eterna vor dem Aus: 900 Mitarbeiter und 50 Filialen betroffen

Schock für die deutsche Modebranche: Der traditionsreiche Hemdenhersteller Eterna steht vor dem endgültigen Aus. Rund 900 Beschäftigte und etwa 50 Filialen sind betroffen, nachdem die Suche nach Investoren gescheitert ist.

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Foto: Von Jan Hagelskamp1 - Eigenes Werk, CC BY 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41664075

Traditionsunternehmen muss Betrieb einstellen

Der deutsche Modehersteller Eterna Mode GmbH steht nach mehr als 160 Jahren vor dem Ende. Wie das Unternehmen mitteilte, soll der Geschäftsbetrieb im Laufe des Sommers eingestellt werden. Ein Investorenprozess, der das Traditionsunternehmen retten sollte, blieb erfolglos.

Die Entscheidung betrifft rund 900 Mitarbeiter sowie etwa 50 Markenfilialen. Auch der Hauptstandort im niederbayerischen Passau wird geschlossen.

Insolvenzverfahren bereits eröffnet

Bereits im Dezember 2025 hatte Eterna Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Ziel war es zunächst, das Unternehmen zu restrukturieren und einen neuen Investor zu finden. Anfang März 2026 eröffnete das zuständige Gericht in Passau offiziell das Insolvenzverfahren.

Doch trotz intensiver Gespräche mit möglichen Geldgebern konnte keine tragfähige Lösung gefunden werden. Der Gläubigerausschuss stimmte schließlich der geplanten Einstellung des Geschäftsbetriebs zu.

Wirtschaftliche Probleme belasten Modebranche

Als Gründe für die Insolvenz nennt das Unternehmen mehrere Faktoren. Die Umsätze seien zuletzt deutlich zurückgegangen, während gleichzeitig Kosten für Energie, Personal und Produktion gestiegen seien.

Diese Entwicklung trifft nicht nur Eterna. Viele Unternehmen der Textilbranche kämpfen derzeit mit ähnlichen Problemen. Neben schwacher Konjunktur belastet auch die Konkurrenz durch Onlinehandel und internationale Modeketten den Markt.

Hemdenhersteller mit langer Geschichte

Eterna wurde bereits 1863 gegründet und entwickelte sich zu einem bekannten Hersteller von Hemden und Blusen. Nach Unternehmensangaben verkauft die Marke jährlich mehrere Millionen Kleidungsstücke und beliefert weltweit Tausende Händler.

Trotz dieser langen Tradition konnte das Unternehmen die wirtschaftlichen Herausforderungen der vergangenen Jahre nicht mehr bewältigen. Mit der geplanten Schließung endet für den Standort Passau eine mehr als 160 Jahre dauernde Firmengeschichte.

TS
Quellen: Bild.de