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Trump übt Druck auf US-Rüstungsindustrie aus,Managergehälter sollen gedeckelt werden

Trump will Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe verbieten, um Investitionen in Produktionsanlagen zu fördern.

US-Präsident Donald Trump will US-Rüstungs- und Verteidigungsunternehmen erstmal keine Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe erlauben. (Archivfoto)
Foto: Evan Vucci/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump kritisiert eine aus seiner Sicht schleppende Produktion in den US-Rüstungsunternehmen und übt Druck auf die Industrie aus. Der Republikaner will bis auf weiteres Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe verbieten. Die Maßnahmen, über die für gewöhnlich Kapital zu den Aktionären zurückfließt, erfolgten «auf Kosten und zum Nachteil von Investitionen in Produktionsanlagen und Ausrüstung», schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. 

Trump möchte, dass Manager solcher Unternehmen nicht mehr als fünf Millionen US-Dollar (ca. 4,27 Millionen Euro) pro Jahr verdienen dürfen, um ein Einlenken zu erreichen.

Zunächst war unklar, wie der US-Präsident die Verbote durchsetzen möchte und ob er überhaupt derartige Vorhaben in die Tat umsetzen darf. Er erließ am Mittwoch eine Anordnung, in der es hieß: «Unsere Nation kann nur dann in Frieden leben, wenn wir Stärke bewahren.» Trump kritisierte, die Rüstungsindustrie habe in den vergangenen Jahren falsche Prioritäten gesetzt – sie sei verleitet worden, die Renditen für Investoren «über die Bedürfnisse unserer Soldaten zu stellen».

Prinzip «Frieden durch Stärke» – «Traum-Militär»

Die zweite Amtszeit Trumps – er ist am 20. Januar ein Jahr im Amt – ist geprägt von einem starken Fokus auf Militäreinsätzen und dem Prinzip «Frieden durch Stärke». Das Verteidigungsministerium ist in «Kriegsministerium» umbenannt worden. Zuletzt hatten die USA in einer Militäroperation den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro gefangengenommen. Sie werfen ihm vor, die USA mit Drogen überschwemmt zu haben.

Trump: mehr Militärbudget im Jahr 2027

Trump schrieb außerdem auf Truth Social, dass das Militärbudget für das Jahr 2027 nicht auf 1 Billion Dollar (gut 850 Milliarden Euro), sondern auf 1,5 Billionen Dollar festgesetzt werden solle. Für das Haushaltsjahr 2026 sind rund 900 Milliarden Dollar vorgesehen. Trump spricht von einem «Traum-Militär», das man aufbauen wolle.

Der US-Präsident forderte, dass «neue und moderne» Produktionsanlagen gebaut werden müssten – «sowohl für die Lieferung und Wartung dieser wichtigen Ausrüstung als auch für die Herstellung der neuesten Modelle zukünftiger Militärausrüstung». Sobald die «Probleme» gelöst seien, wolle er Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufe wieder genehmigen und die Deckelung von Managergehältern aufheben.

In der Regel werden Dividendenausschüttungen und Aktienkäufe verwendet, um Anlegern Investitionen in Unternehmen attraktiver zu machen, überschüssiges Kapital an Aktionäre zurückzugeben und den Aktienkurs der Unternehmen zu stützen. Kritiker argumentieren jedoch, dass dadurch Mittel für langfristige Investitionen, Forschung oder den Ausbau von Produktionskapazitäten fehlen können.

dpa