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Unabhängige Brauer arbeiten europaweit zusammen

Zehn europäische Verbände für unabhängige Brauereien haben sich zusammengeschlossen. Sie wollen für Vielfalt und gegen die großen Konzerne auftreten.

Zehn Brauerverbände in Europa wollen für mehr Vielfalt zusammenarbeiten. (Archivbild)
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Brauerverbände aus zehn Ländern haben sich zusammengeschlossen, um «die Vielfalt der handwerklich gebrauten Bierspezialitäten zu verteidigen». Die «Independent Brewers of Europe» – unabhängige Brauer Europas – wollen damit ein «Gegengewicht gegen das immer weitere Vordringen der Bier-Multis in Europa bilden», wie sie mitteilten. Die Gründung war zwar bereits im Januar in Wien erfolgt, öffentlich gemacht wurde sie aber erst jetzt. 

Die unabhängigen Brauer sehen das Erbe regionaler Brautraditionen in Gefahr. Der Markt werde zunehmend von wenigen internationalen Großbrauereien dominiert, die ihre Produktion «konsequent nach dem Massengeschmack» ausrichteten. Zudem kritisieren sie einen von den Konzernen angefachten Preiskampf, deren Dominanz in der Werbung oder in ihren Augen unfaire Marktpraktiken.

Eine Alternative für kleinere Brauereien

Die Koalition besteht aus Organisationen aus Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Tschechien und dem Vereinigten Königreich, die sich als unabhängig betrachten. Laut ihren Angaben haben sie zusammen fast 3000 Mitglieder.

Deutscher Vertreter ist der Verband Private Brauereien, der sich als alternative Interessenvertretung kleiner und mittelständischer Brauereien sieht. Er existiert parallel zum Deutschen Brauer Bund, der auf europäischer Ebene Mitglied des Dachverbands «The Brewers of Europe» ist. 

Laut einem jährlich von BarthHaas veröffentlichten Bericht sind die vier größten Konzerne für rund die Hälfte des Bierausstoßes weltweit verantwortlich, was auf eine große Konzentration auf dem Biermarkt hinweist. Trotzdem gibt es immer noch viele kleine Brauereien.

dpa