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Unicredit-Chef Orcel bekräftigt Interesse an Commerzbank-Kauf

Flexibles Vorgehen bei möglicher Übernahme – Zeitdruck wird nicht gesehen.

Unicredit-Chef Andrea Orcel betont, sein Institut sei bei der weiteren Vorgehensweise flexibel. (Archivbild)
Foto: Helmut Fricke/dpa

Unicredit-Chef Andrea Orcel hat das Interesse an einem möglichen Kauf der Commerzbank bekräftigt. Die Übernahme der Commerzbank sei eine Option, sagte er dem Nachrichtensender Bloomberg TV. Er betonte aber auch, dass die Bank nach dem am Mittwoch bekanntgewordenen Einstieg mit neun Prozent bei der weiteren Vorgehensweise flexibel sei. So könne der Anteil auch erhöht oder reduziert werden. Er sehe dabei keinen Zeitdruck: «Wir sind sehr geduldig.»

Der CEO von Unicredit, der seit April 2021 im Amt ist, hat wiederholt betont, dass er Übernahmen im Auge hat. Bei der Commerzbank machte er Gebrauch von der Absicht der Regierung, den Staatsanteil reduzieren zu wollen.

Er kaufte bei der Versteigerung eines Pakets von 4,5 Prozent, überbot alle anderen Bieter und zahlte etwas mehr als die Aktie zuletzt an der Börse gekostet hatte. Zusätzlich erwarb die italienische Bank weitere 4,5 Prozent am freien Markt. Mit diesem unerwarteten Schritt befeuerte Unicredit Übernahmespekulationen.

Der Aktienkurs der Commerzbank stieg am Mittwoch um 17 Prozent. Heute hat sich der Börsenwert weiter erhöht. Zuletzt stieg er um fast drei Prozent auf knapp 18 Milliarden Euro.

Auch die Investoren der Unicredit begrüßten den Schritt. Die Aktie stieg seit der Ankündigung um etwas mehr als zwei Prozent und baute damit ihre Jahresgewinne deutlich aus. Die Marktkapitalisierung der italienischen Bank stieg seit Ende 2023 um rund die Hälfte auf zuletzt mehr als 60 Milliarden Euro.

dpa