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Milliarden-Investitionen: Taiwanische Chip-Konzerne sollen in den USA expandieren

Mit dem neuen Handelsabkommen sollen US-Zölle sinken und die Chip-Produktion in den USA gestärkt werden.

Taiwanische Chip-Fertiger wie TSMC spielen eine Schlüsselrolle in der Tech-Industrie. (Archivbild)
Foto: David Chang/EPA/dpa

Taiwanische Chip-Konzerne sollen im Rahmen eines Handelsabkommens mindestens 250 Milliarden Dollar in die USA investieren. Darüber hinaus wird Taiwan Kreditgarantien für weitere mindestens 250 Milliarden Dollar (215 Mrd Euro) an Investitionen bereitstellen, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Mit dem nach monatelangen Verhandlungen abgeschlossenen Abkommen sinken die US-Zölle für Waren aus Taiwan von 20 auf 15 Prozent.

Die Chip-Investitionen sind für die USA von strategischer Bedeutung. Die fortschrittlichsten Halbleiter der Welt – sowohl für Smartphones als auch für KI-Rechenzentren – werden fast ausschließlich von TSMC in Taiwan hergestellt.

Angst vor Chip-Engpässen 

Im Westen herrscht Besorgnis darüber, dass geopolitische Spannungen mit Peking über Taiwan zu einer Chip-Versorgungskrise führen könnten, die zahlreiche Branchen beeinträchtigen würde. Aus diesem Grund wird seit Jahren versucht, mehr Chip-Produktion in den USA und Europa anzusiedeln. Dies verlief bisher jedoch eher zögerlich. Die Chip-Engpässe aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage zu Beginn der Corona-Krise waren ein Weckruf für viele Länder.

Lutnick: Gesamte Lieferkette kommt

Handelsminister Howard Lutnick sagte nun, dass als Ergebnis des Handelsabkommens die gesamte Chip-Lieferkette in den USA nachgebaut werden solle. «Wir werden das alles rüberbringen – und autark bei der Fähigkeit werden, Halbleiter zu produzieren.» 

Die Chip-Industrie hat ihren Ursprung im Silicon Valley in den USA, hat sich aber im Laufe der Jahrzehnte zunehmend nach Asien verlagert. Es ist eine Herausforderung, die Halbleiterproduktion in den Westen zurückzuholen, da große Teile der Lieferkette der Branche mittlerweile ebenfalls in Asien verankert sind.

dpa