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US-Regierung stoppt Offshore-Windprojekte an der Ostküste

Die Bewegung massiver Turbinenblätter und reflektierende Türme verursachen Radarstörungen, was die Erkennung von Bedrohungen erschwert. Kritik an Trumps Vorgehen.

Die US-Regierung hat Leasingverträge und Bauarbeiten für fünf große Offshore-Windenergieprojekte an der Ostküste vorübergehend ausgesetzt.
Foto: Michael Dwyer/AP/dpa

Die Mietverträge und Bauarbeiten für fünf große Offshore-Windenergieprojekte an der Ostküste wurden vorübergehend von der US-Regierung ausgesetzt. Das US-Innenministerium gab an, dass dies aufgrund von nationalen Sicherheitsbedenken geschehen sei.

Die Lizenzen für die im Bau befindlichen Offshore-Windparks sollen daher pausiert werden, um Zeit für eine Überprüfung möglicher Risiken zu gewinnen. Regierungsberichte besagen, dass die Bewegung massiver Turbinenblätter und die stark reflektierenden Türme Radarstörungen verursachen. Dies erschwert das Erkennen von feindlichen Bedrohungen.

Die Entscheidung betrifft Projekte in Massachusetts, Connecticut, New York und entlang der Küste von Virginia, die bereits beträchtliche Investitionen und Baumaßnahmen getätigt haben.

Opposition wirft Regierung politisch motiviertes Vorgehen vor

Kritik kam unter anderem von dem demokratischen Fraktionschef im US-Senat, Chuck Schumer. Er warf Präsident Donald Trump vor, mit einem «irrationalen und ungerechtfertigten» Vorgehen gezielt Offshore-Windprojekte zu blockieren. Die Entscheidung werde Energiepreise weiter in die Höhe treiben, Tausende gewerkschaftlich organisierte Arbeitsplätze gefährden und die Stabilität des Stromnetzes untergraben, erklärte Schumer.

Auch Umweltgruppen und andere politische Vertreter betrachten laut Medienberichten diesen Schritt als politisch motivierte Belastung für die Windenergiebranche, die zuvor umfangreiche Genehmigungs- und Sicherheitsprüfungen durchlaufen hat – teilweise auch unter früheren Regierungen. Branchenvertreter und Projektentwickler prüfen daher die Auswirkungen der Maßnahme auf Arbeitsplätze und Investitionen und haben teilweise rechtliche Schritte angekündigt.

dpa