Europa und USA verzeichnen Zuwächse, China belastet Absatz – Elektroauto-Zahlen zäher als erwartet.
BMW steigert Auslieferungen bis 2025

BMW hat im Jahr 2025 wieder mehr Autos ausgeliefert. Laut dem Konzern wurden insgesamt 2,46 Millionen Fahrzeuge verkauft, was einem minimalen Anstieg von 0,5 Prozent entspricht. Besonders die Verkäufe in Europa und den USA, sowie die Tochtermarke Mini, haben dazu beigetragen, dass BMW ein weiteres Jahr mit steigenden Auslieferungen verzeichnen konnte.
China übt weiterhin starken Druck auf die Zahlen aus. Die Marktschwäche in China, unter der auch andere deutsche Hersteller leiden, führte bereits im Herbst dazu, dass BMW eine Gewinnwarnung veröffentlichte.
Konkret lieferte der Münchner Konzern in Europa im vergangenen Jahr 1,02 Millionen Autos aus, 7,3 Prozent mehr als im Vorjahr. In den USA waren es 417.638, was ein Plus von 5 Prozent bedeutet. In China ging es allerdings um 12,5 Prozent nach unten auf 625.527 Autos. Vertriebschef Jochen Goller sprach von einem «anspruchsvollen Umfeld». Das zeigte sich auch im vierten Quartal – dort war die Entwicklung durchweg schlechter als im Gesamtjahr.
Zölle in den USA nicht an Kunden weitergegeben
Es mag überraschend erscheinen, dass BMW im Gesamtjahr auch in den USA zulegen konnte. Obwohl hohe Zölle auf Fahrzeugimporte aus Europa gelten, profitiert BMW von seinem großen US-Werk in Spartanburg, das etwa die Hälfte der in den USA verkauften BMWs produziert. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Belastung durch die Zölle praktisch nicht über höhere Preise an die Kunden weitergegeben – was den Absatz fördert, aber die Margen beeinträchtigt.
Auch bei der Betrachtung der Marken gibt es positive und negative Entwicklungen. Während die Tochter Mini einen deutlichen Anstieg um 17,7 Prozent auf 288.290 Autos verzeichnete, verzeichnete die Kernmarke BMW jedoch einen Rückgang um 1,4 Prozent auf 2,17 Millionen Autos. Rolls-Royce konnte die Verkäufe mit 5.664 nahezu stabil halten.
CO2-Flottenziel wird erreicht
Auch im Bereich der Elektroautos, die in der Vergangenheit oft für starke Wachstumsraten bei den Zahlen von BMW gesorgt haben, ist die Entwicklung langsamer geworden: Es gibt immer noch ein kleines Plus von 3,6 Prozent auf 442.072. Früher lagen die Wachstumsraten jedoch in der Regel deutlich höher.
Die Einführung der im Herbst vorgestellten, aber erst jetzt verfügbaren neuen Klasse könnte sich hier bemerkbar machen – falls Kunden auf das neue, modernere Fahrzeug gewartet haben. Mit den aktuellen Absatzzahlen für Elektroautos sieht Vertriebschef Goller BMW aber «voll auf Kurs, unser CO2-Flottenziel in der EU für 2025 zu erreichen».
Wahrscheinlich besser als Mercedes und Audi
Mit den vorliegenden aktuellen Zahlen scheint BMW in Bezug auf den Absatz im Vergleich zu den deutschen Premiumherstellern die Nase vorn zu haben. Sowohl die Erzrivalen Mercedes als auch Audi haben ihre Zahlen für 2025 noch nicht veröffentlicht. Aufgrund ihres deutlichen Minus nach den ersten neun Monaten ist jedoch kaum zu erwarten, dass auch sie ein Wachstum verzeichnen können.








