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USA wieder wichtigster Handelspartner Deutschlands

Erstmals seit 2015 überflügeln die USA wieder China in der Rangliste der wichtigsten deutschen Handelspartner. Doch für Exporte «Made in Germany» drohen mit Trumps Zollpolitik Bremsklötze.

Außenhandelsbilanz im Jahr 2024 mit einem Überschuss von 239,1 Milliarden Euro. (Archivbild)
Foto: Christian Charisius/dpa

Laut dem Statistischen Bundesamt ist die USA erstmals seit 2015 wieder der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Im vergangenen Jahr belief sich das Volumen aus Importen und Exporten im Geschäft mit den Vereinigten Staaten auf 252,8 Milliarden Euro.

Die USA überholten China (246,3 Mrd Euro), das in den Jahren 2016 bis 2023 jeweils an erster Stelle stand. Im Jahr 2024 belegten die Niederlande den dritten Platz unter den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands mit einem Gesamtwert von Exporten und Importen in Höhe von 205,7 Milliarden Euro.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Geschäfte mit den USA leicht an (plus 0,1 Prozent), während der Handel mit China aufgrund rückläufiger deutscher Exporte nach China zurückging (minus 3,1 Prozent).

USA erneut wichtigster Exportmarkt für «Made in Germany»

Wichtigster Einzelmarkt für Waren «Made in Germany» sind seit 2015 die USA. Auch im vergangenen Jahr gingen die meisten deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten: Deutsche Firmen verkauften dorthin Waren im Wert von 161,4 Milliarden Euro und damit 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Auf Rang 2 der wichtigsten Abnehmerländer deutscher Exporte lag Frankreich (116,2 Mrd Euro), gefolgt von den Niederlanden (110,5 Mrd).

China bei Einfuhren nach Deutschland vorn

Seit 2015 sind chinesische Produkte bei den Einfuhren nach Deutschland führend: Auch im Jahr 2024 war China mit Abstand das wichtigste Lieferland für Deutschland, obwohl die Importe aus China leicht auf 156,3 Milliarden Euro zurückgingen. Auf den Plätzen 2 und 3 der wichtigsten Lieferländer stehen die Niederlande (95,2 Mrd. Euro) und die Vereinigten Staaten (91,4 Mrd. Euro).

Im letzten Jahr waren die wichtigsten Exportprodukte Deutschlands trotz eines Rückgangs Kraftwagen und Kraftwagenteile mit einem Gesamtwert von 262 Milliarden Euro (minus 4,0 Prozent), gefolgt von Maschinen (216,5 Mrd Euro/minus 4,8 Prozent) und Chemischen Erzeugnissen (138,6 Mrd Euro/minus 2,1 Prozent).

Es stellt sich die Frage, wie es für deutsche Hersteller im US-Geschäft weitergeht. US-Präsident Donald Trump hat bereits Zölle auf Stahl und Aluminium eingeführt und droht nun mit 25-prozentigen Zöllen auf den Import von Autos in die USA.

Exportüberschuss gestiegen

Gemäß den neuesten Zahlen der Statistiker aus Wiesbaden exportierte Deutschland insgesamt im Jahr 2024 Waren im Wert von 1.556 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die Importe sanken sogar um 3,0 Prozent auf 1.316,9 Milliarden Euro. Dadurch erhöhte sich der Exportüberschuss auf 239,1 Milliarden Euro, im Vergleich zu 217,7 Milliarden Euro im Vorjahr.

dpa