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Vattenfall und Evonik schließen Verträge über Lieferung von Solarstrom ab

Zwei schleswig-holsteinische Solarparks werden ab kommendem Jahr das Essener Spezialchemieunternehmen Evonik mit jährlich rund 120 Gigawattstunden Strom versorgen, was den Verbrauch von 40.000 Zwei-Personen-Haushalten deckt und über 50.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr einspart.

Mit den neuen Verträgen mit Vattenfall kommt mehr als 50 Prozent des von Evonik bezogenen Stroms aus erneuerbaren Quellen. Bis 2030 möchte das Unternehmen vollständig auf grünen Strom umstellen.
Foto: Christian Charisius/dpa

Ab dem nächsten Jahr werden zwei Solarparks in Schleswig-Holstein von Vattenfall den Spezialchemieunternehmen Evonik mit jährlich etwa 120 Gigawattstunden Strom beliefern, wie das Energieunternehmen Vattenfall bekannt gab. Beide Unternehmen haben Verträge mit festen Bedingungen und einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen.

Die Menge an Strom, die jährlich erzeugt wird, entspricht ungefähr dem Verbrauch von 40.000 Haushalten mit zwei Personen und reduziert den Ausstoß von mehr als 50.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr im deutschen Strommix. Der erste Solarpark befindet sich südlich von Flensburg in Silberstedt, Informationen über den zweiten Standort werden bald bekannt gegeben.

«Bereits heute stammen bei Evonik weltweit rund 35 Prozent des extern bezogenen Stroms aus erneuerbaren Quellen», sagte Evonik-Vorstand Thomas Wessel. Durch die neuen Vereinbarungen überschreite dieser Anteil klar die 50-Prozent-Marke. Evonik will nach eigenen Angaben bis 2030 vollständig auf grünen Strom umgestellt haben.

Erneuerbare Energien in Europa: Deutschland als Vorreiter

Vattenfall-Vorstand Martijn Hagens betonte: «Deutschland ist der am stärksten wachsende Markt für erneuerbare Energien in Europa.» Entsprechend sehe das Unternehmen für die Entwicklung und Vermarktung von Solar-, On- und Offshore-Projekte vielfältige Wachstumschancen. «Die Strompartnerschaft mit Evonik unterstreicht, welches langfristige Ziel wir bei Vattenfall verfolgen: Ein fossilfreies Leben entlang ganzer Wertschöpfungsketten zu ermöglichen.»

Gemäß den Angaben erhoffen sich beide Unternehmen von dieser Zusammenarbeit Investitionssicherheit, Versorgungssicherheit mit grünem Strom und eine Risikostreuung für beide Seiten. Vattenfall, der schwedische Staatskonzern, gibt an, dass er rund 20.000 Mitarbeiter und etwa 14 Millionen Kunden, vor allem in Schweden, Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Großbritannien hat. Evonik, das Chemieunternehmen, beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und ist in über 100 Ländern tätig.

dpa