Die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland sind weiter vorsichtig: Die hohe Sparneigung drückt auf das Konsumklima. Immerhin: Die Einkommenserwartungen sind deutlich gestiegen.
Verbraucher halten ihr Geld weiter zusammen

Die Deutschen bleiben weiterhin im Sparmodus. Laut der neuesten Erhebung der Marktforschungsinstitute GfK und NIM hat sich die Verbraucherstimmung im Februar nur leicht verbessert. Obwohl die Erwartungen bezüglich des Einkommens steigen, führen die Sparneigung und die geringe Hoffnung auf eine bessere Konjunktur dazu, dass größere Anschaffungen weiterhin aufgeschoben werden, teilten die Institute mit.
«Die Konsumenten sind stark verunsichert. Neben den nach wie vor steigenden Preisen dürften sicherlich schwächere Konjunkturprognosen für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ein wichtiger Grund dafür sein», erläuterte Rolf Bürkl, Konsumexperte beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM). Die Sparneigung habe das höchste Niveau seit der Finanzkrise der Jahre 2008/2009 erreicht.
Die Konjunkturprognose der Bundesregierung sei deutlich nach unten reduziert worden. «Deutschland muss weiter auf eine konjunkturelle Erholung warten», betonte Bürkl. Die Verbraucher sähen auch zu Beginn des Jahres 2024 keine Anzeichen für eine nachhaltige Erholung der deutschen Wirtschaft.
Marktforscher erwarten «spürbare reale Einkommenszuwächse»
Die Nürnberger Marktforscher prognostizieren für März einen Wert von minus 29 für das Konsumklima, nach minus 29,6 im Februar. Vor der Corona-Pandemie lag das Konsumklima relativ stabil bei etwa plus zehn Punkten. Die leichte Verbesserung ist hauptsächlich auf die Erwartungen bezüglich des Einkommens zurückzuführen.
Der Indikator für die Einkommenserwartungen kletterte auf den besten Wert seit Februar 2022. Der Optimismus sei nicht unbegründet. «Deutliche Lohn- und Rentenerhöhungen in Verbindung mit weniger stark steigenden Preisen werden zu spürbaren realen Einkommenszuwächsen führen», prognostizieren die Marktforscher. Die Inflationsrate habe im Januar bei nur noch 2,9 Prozent gelegen.








