Die Schufa, eine der zentralen Auskunfteien in Deutschland, sieht sich massiver Kritik gegenüber, nachdem investigativen Recherchen zufolge die versprochene Transparenz des neuen Bonitäts-Scores nicht gegeben sein könnte.
Verbraucherschützer warnen: Schufa setzt auf intransparente Bonitätsbewertungssysteme

Die Schufa, eine der zentralen Auskunfteien in Deutschland, sieht sich massiver Kritik gegenüber, nachdem investigativen Recherchen zufolge die versprochene Transparenz des neuen Bonitäts-Scores nicht gegeben sein könnte. Für viele Verbraucher, die auf Kredite angewiesen sind, spielt der Schufa-Score eine entscheidende Rolle. Dieser sollte seit dem 30. September 2026 für mehr Nachvollziehbarkeit sorgen. Aktuelle Berichte legen jedoch nahe, dass es eine Vielzahl von Scores gibt, die den Verbrauchern nicht zugänglich sind.
Versprechen der Transparenz und neue Score-Modelle
Im Rahmen einer längerfristigen “Transparenzoffensive” hatte die Schufa angekündigt, einen neuen Score einzuführen, der die Wahrscheinlichkeit bewertet, mit der Verbraucher ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen. Der Plan sah vor, dass Nutzer die Kriterien und deren Gewichtung einsehen können, um ihre Verhaltensweisen anzupassen und somit ihre Chancen auf Kredite oder Mobilfunkverträge zu verbessern.
Allerdings zeigen die Recherchen, dass die Schufa bereits seit Sommer 2025 einen zusätzlichen Score, den Hypothekenscore, in Verwendung hat, der speziell für langfristige Hypotheken konzipiert ist. Dieser Score wird nach anderen Maßstäben berechnet als der neue Schufa-Score und ist in der App für Verbraucher nicht einsehbar. Eine umfassende Kommunikation seitens der Schufa zu diesen Themen fehlt, was zu Verwirrung und einem Vertrauensverlust führt.
Stimmen der Verbraucherschützer
Verbraucherschützer äußern ernsthafte Bedenken bezüglich der Transparenz der Schufa-Initiativen. Claudio Zeitz-Brandmeyer von der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hinterfragt, wo der versprochene Transparenzgewinn geblieben ist, wenn es neben dem neuen Score auch andere Scores gibt, die den Verbrauchern unbekannt sind. Er fordert von der Schufa eine offenere Kommunikation, um den Eindruck von Geheimhaltung zu vermeiden.
In Reaktion auf diese Vorwürfe betont die Schufa, dass nie behauptet wurde, es gebe nur einen einzigen Score. Das Unternehmen hebt hervor, dass der neue Score der zentrale Score sein soll, der bis 2028 für etwa 80 Prozent der Bewertungsprozesse verwendet wird. Neben dem Hypothekenscore sind auch weitere Scores, wie Chancenscores und Inkassoscores, in Planung.
Informationen für Unternehmen und deren Auswirkungen
Zusätzlich zu den Scores, die für Verbraucher sichtbar sind, können Unternehmen Informationen über Verbraucher erwerben, die potenziell in Kreditentscheidungen einfließen. Dies führt dazu, dass Verbraucher in der App möglicherweise einen Score angezeigt bekommen, der nicht die Basis für die Entscheidungen von Banken oder anderen Großkunden darstellt.
Die Schufa hat bestätigt, dass der Hypothekenscore bereits rege genutzt wird und etwa dreihundertmal pro Woche übermittelt wird. Im Gegensatz dazu wird der neue Schufa-Score bis zu dreihunderttausendmal pro Woche verarbeitet. Die Schufa plant, den Hypothekenscore in der App darzustellen, sobald er für Immobilienkredite relevant wird.
Fazit
Die Diskussion über die Transparenz der Schufa und ihrer Scores bleibt angespannt. Obwohl die Schufa ihre neuen Modelle als Fortschritt anpreist, bleibt die Frage offen, inwieweit Verbraucher tatsächlich von dieser angeblichen Transparenz profitieren können. Die Rufe nach mehr Klarheit und einer offeneren Kommunikation werden lauter, und es bleibt abzuwarten, wie die Schufa auf die anhaltende Kritik reagieren wird.
Quellen: n-tv, tagesschau
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.








