Passagiere müssen sich in dieser Woche erneut auf zahlreiche Flugausfälle bei der Lufthansa einstellen. Diesmal soll erneut das Bodenpersonal in den Ausstand treten.
Verdi ruft Lufthansa-Bodenpersonal zu neuem Warnstreik auf

Verdi hat die Bodenbeschäftigten der Lufthansa für Dienstag zu einem weiteren Warnstreik aufgerufen. Der Ausstand an den Lufthansa-Standorten Frankfurt/Main, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Köln-Bonn und Stuttgart beginnt am Dienstag um 4.00 Uhr und endet am Mittwoch um 7.10 Uhr, teilte Verdi am Sonntag in Berlin mit. Alle Bodenbeschäftigten von der Wartung bis zur Passagier- und Flugzeugabfertigung sind zum Warnstreik aufgerufen, was voraussichtlich zu größeren Flugausfällen und Verzögerungen führen wird, so Verdi. Es gibt abweichende Zeiten für nicht passagiernahe Bereiche wie Fracht oder Technik.
Laut der Gewerkschaft sind die konzernweiten Vergütungstarifverhandlungen für die rund 25.000 Bodenbeschäftigten bei der Deutschen Lufthansa, Lufthansa Technik, Lufthansa Cargo, Lufthansa Technik Logistik Services, Lufthansa Engineering and Operational Services sowie weiteren Konzerngesellschaften der Hintergrund.
In der dritten Verhandlungsrunde am 12. Februar 2024 konnte keine Einigung erzielt werden. Das Angebot der Arbeitgeber aus der vorherigen Verhandlungsrunde wurde von der großen Mehrheit der Beschäftigten abgelehnt. Kritisiert werden die erweiterten Nullmonate von acht auf nun elf, die geringeren Erhöhungen für Bodenbeschäftigte im Vergleich zu anderen Berufsgruppen im Konzern, die Laufzeit sowie unbeantwortete Themen. Der Konzern ist bisher auch nicht bereit, den Beschäftigten einen Teil ihres Einkommensverzichts aus der Corona-Pandemie nun in Zeiten von Rekordgewinnen zurückzugeben.
Lufthansa:Mehr als 100.000 Fluggäste betroffen
Der für Dienstag geplante Warnstreik des Bodenpersonals bei der Lufthansa wird laut der Fluggesellschaft mehr als 100.000 Fluggäste betreffen. Die Lufthansa arbeitet derzeit an einem Sonderflugplan, der bald veröffentlicht wird.
Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann sagte am Sonntag, der weitere Warnstreik belaste sowohl Fluggäste als auch Beschäftigte erneut unverhältnismäßig. «Das ist nicht der Weg, um unserer gemeinsamen Verantwortung für unsere Mitarbeitenden, für unsere Gäste, für eine starke und verlässliche Lufthansa nachzukommen.» Das sei besonders bitter, da die nächste Verhandlungsrunde bereits am Mittwoch stattfinde und Lufthansa ein weitreichendes Angebot vorgelegt habe.








