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Verdi setzt Post-Warnstreiks zwei weitere Tage fort

Der Tarifkonflikt bei der Post brodelt weiter – Warnstreiks treffen erneut die Zustellung von Briefen und Paketen. Die Gewerkschaft macht vor der Fortsetzung der Gespräche großen Druck.

Die Warnstreiks bei der Post gehen zwei weitere Tage weiter.
Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Verdi setzt die Warnstreiks bei der Deutschen Post auch am Freitag und Samstag fort. Bundesweit sind Beschäftigte in der Brief-, Paket- und Verbundzustellung an ausgewählten Standorten sowie in Service-Niederlassungen zu vorübergehenden Arbeitsniederlegungen aufgerufen, wie Verdi mitteilte.

Verdi hatte bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch bundesweit die Beschäftigten in den Paketzentren zu Warnstreiks aufgerufen, während am Donnerstag die Beschäftigten in der Zustellung und in Service-Niederlassungen im Ausstand waren.

«Mit den in dieser Woche ausgeweiteten Warnstreiks zeigen die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben, dass sie deutlich mehr von ihrem Arbeitgeber erwarten», sagte Andrea Kocsis, stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin. In der nächsten Verhandlungsrunde kommende Woche erwarte man ein verbessertes Angebot, das einigungsfähig sei.

Gewerkschaft pocht auf kräftige Lohnsteigerung

Verdi verlangt eine Erhöhung der Entgelte um sieben Prozent in einem zwölfmonatigen Tarifvertrag, der für etwa 170.000 Briefträger, Paketboten und andere Logistikmitarbeiter gelten würde. Die Post, die zu DHL gehört, bietet in einem 27 Monate laufenden Vertrag eine Erhöhung von zunächst 1,8 Prozent und später um weitere 2,0 Prozent.

Verdi setzt sich auch für drei zusätzliche Urlaubstage ein, um der gestiegenen Arbeitsbelastung gerecht zu werden. Verdi-Mitglieder sollen sogar vier Tage bekommen. Die Post hingegen bietet nur einen zusätzlichen Urlaubstag für die Mitarbeiter an, die weniger als 30 Urlaubstage im Jahr haben – also etwa zwei Drittel der Belegschaft.

Verhandlungen gehen am Montag weiter

Die ersten drei Verhandlungsrunden haben nicht zu einem Ergebnis geführt, und die vierte Runde ist für Montag geplant. In den vergangenen Wochen hat Verdi immer wieder zu Warnstreiks in verschiedenen Bereichen aufgerufen, sei es im Paket- oder Briefbereich. Dies führte an einigen Orten zu erheblichen Verzögerungen bei der Zustellung von Sendungen.

dpa