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Verkauf von Panini: Steht der milliardenschwere Verlag vor einem neuen Eigentümer?

Nach dem Tod des Vorstandschefs prüft Panini einen möglichen Verkauf. Unter Interessenten sind zahlreiche Finanzinvestoren und Medienkonzerne, die eine Bewertung von bis zu fünf Milliarden Euro anstreben.

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Foto: depositphotos

Nach dem Ableben des Vorstandsvorsitzenden Aldo Hugo Sallustro erwägt das italienische Unternehmen Panini, das für seine Sammelbilder bekannt ist, einen möglichen Verkauf. Zunächst möchte das Unternehmen jedoch von den bevorstehenden Einnahmen der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA profitieren. Ein laufender Rechtsstreit könnte jedoch die Pläne beeinträchtigen.

Wie Insider berichten, planen die Eigentümer von Panini, bis zum Ende des Jahres eine Entscheidung über einen möglichen Verkauf zu treffen. Rund zwei Dutzend potenzielle Käufer, darunter Finanzinvestoren sowie Sport- und Medienunternehmen, haben bereits Interesse bekundet. Die in Modena ansässige Firma strebt eine Bewertung von etwa fünf Milliarden Euro an. Eine offizielle Stellungnahme von Panini steht bislang aus.

Im vergangenen Jahr hatte Panini die Investmentbank Citi als Finanzberater engagiert, um verschiedene strategische Optionen zu prüfen. Diese Optionen umfassen sowohl einen vollständigen als auch einen teilweisen Verkauf sowie einen möglichen Börsengang. Der aktuelle Verkaufsanlauf erfolgt nach dem Tod des Anteilseigners und Vorstandschefs Aldo Hugo Sallustro im letzten Jahr. Die Eigentümerfamilien Baroni und Sallustro hatten bereits zuvor einen Verkauf in Betracht gezogen.

Einfluss der Fußball-Weltmeisterschaft 2026

Ein Verkaufsabschluss in diesem Jahr könnte von der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 profitieren, die traditionell zu einem Anstieg der Einnahmen führt. Allerdings gestaltet sich die Bewertung des Familienunternehmens als herausfordernd, da die Erträge schwanken. Zwei mit der Situation vertraute Finanzexperten wiesen zudem auf zusätzliche Unsicherheiten hin, die durch einen Rechtsstreit in den USA entstehen.

Rechtsstreit mit Fanatics

Panini befindet sich in einem Rechtsstreit mit dem US-Sportartikelhersteller Fanatics. In diesem Streit geht es um exklusive Lizenzrechte, die zuvor im Besitz des italienischen Unternehmens waren. Panini America hatte Fanatics 2023 vor einem US-Gericht verklagt und wettbewerbswidriges Verhalten vorgeworfen. Laut Insiderinformationen kommt Fanatics als potenzieller Käufer nicht in Frage, da dessen CEO Michael Rubin im Dezember erklärte, kein Interesse an einem Kauf von Panini zu haben.

Die Entwicklungen rund um Panini und die bevorstehenden Entscheidungen über den möglichen Verkauf werden weiterhin aufmerksam verfolgt, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft und die damit verbundenen finanziellen Chancen.

TS