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Deutschlandticket bleibt vorerst bei 49 Euro im Monat

Verkehrsbranche plant mittelfristig Preiserhöhung aufgrund steigender Kosten und fehlender finanzieller Förderung

Das Deutschlandticket ermöglicht bundesweite Fahrten im Nah- und Regionalverkehr und ist monatlich kündbar.
Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Für dieses Jahr bleibt der Preis für das Deutschlandticket bei 49 Euro im Monat – mittelfristig muss das Abo aus Sicht der Verkehrsbranche aber teurer werden. «Das Ticket ist kein 365-Euro-Ticket, das man nicht erhöhen kann», sagte der Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann.

«Das Ticket ist tatsächlich eines, das man erhöhen und an die Kosten anpassen muss», sagte Wortmann. Mit dem aktuellen Tarif sei kein Verkehrsunternehmen ohne finanzielle Förderung in der Lage, das Angebot im öffentlichen Personennahverkehr aufrechtzuerhalten.

Um wie viel das Abo teurer werden müsse, hänge auch davon ab, wie stark die Kosten der Unternehmen weiter stiegen und wie weit der Bund seine finanzielle Unterstützung ausbaue. «Das kann 5 Euro sein oder 15 Euro oder 10 Euro. Das muss man dann sehen», sagte VDV-Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff zu möglichen Preiserhöhungen.

Preiserhöhung steht schon lange zur Debatte

Das Deutschlandticket ist ein Abonnement für den öffentlichen Nahverkehr. Es ermöglicht seit Mai bundesweite Fahrten im Nah- und Regionalverkehr und kann monatlich gekündigt werden. Bund und Länder unterstützen das Angebot mit jeweils 1,5 Milliarden Euro pro Jahr, um die Verluste der Verkehrsunternehmen auszugleichen. Es besteht die Möglichkeit einer Preiserhöhung, da unklar ist, ob die Ausgleichszahlungen für die Unternehmen ausreichend sind.

Bei einer Spezialkonferenz haben die Verkehrsminister der Länder beschlossen, dass der Preis zumindest für dieses Jahr unverändert bleiben soll. Übrig gebliebene Bundes- und Ländermittel aus dem vergangenen Jahr dürfen auch 2024 verwendet werden. Ob auch dieses Jahr wieder Geld übrig bleibt, ist aus Sicht des VDV nicht klar. Wolff betonte, dass man darauf achten müsse, dass aufgrund der unklaren Prognosen keine großen Preissprünge erforderlich seien, die die Attraktivität des Tickets beeinträchtigen würden.

dpa