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Warenhauskette Galeria Kaufhof erneut in der Krise: Insolvenzverfahren eingeleitet

Die Warenhauskette Galeria Kaufhof hat einen Insolvenzantrag gestellt, was bereits die vierte Insolvenz in den letzten sechs Jahren darstellt. Die Unternehmensführung machte deutlich, dass die finanzielle Lage des Betriebs sehr angespannt ist.

Schon wieder!: Galeria Kaufhof meldet Insolvenz an
Raimond Spekking via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Die Warenhauskette Galeria Kaufhof hat einen Insolvenzantrag gestellt, was bereits die vierte Insolvenz in den letzten sechs Jahren darstellt. Die Unternehmensführung machte deutlich, dass die finanzielle Lage des Betriebs sehr angespannt ist. Etwa 12.000 Mitarbeiter in 83 Filialen stehen nun wieder vor der Unsicherheit, ihre Arbeitsplätze zu verlieren.

Die Ursachen für diese Insolvenzanmeldung sind vielfältig, wobei die prekäre Finanzsituation besonders ins Gewicht fällt. Aktuellen Berichten zufolge verfügt Galeria lediglich über etwa zehn Millionen Euro, was als unzureichend für die Aufrechterhaltung des laufenden Geschäfts betrachtet wird. Um die notwendige Liquidität zu gewährleisten, wären mindestens 20 Millionen Euro erforderlich. Gespräche mit dem US-Investor Gordon Brothers über eine mögliche Kapitalzufuhr scheinen gescheitert zu sein.

Die Umsätze der Filialen sind in den vergangenen Monaten stark gesunken. Im Durchschnitt wurde ein Rückgang von rund 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr festgestellt, während im September sogar ein Minus von etwa 25 Prozent zu verzeichnen war. Diese negative Entwicklung hat die finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens weiter verschärft.

Im Juni wurde Galeria ein Rettungskredit in Höhe von 160 Millionen Euro gewährt, der jedoch anscheinend bereits aufgebraucht ist. Die Gehälter der Angestellten konnten nur mit Mühe für den Monat September ausgezahlt werden.

Mit dem Insolvenzantrag verfolgt Galeria das Ziel, die zukünftigen Kosten signifikant zu reduzieren und einen letzten Anlauf für eine Neuausrichtung des Unternehmens zu starten. Es ist geplant, etwa 30 Filialen zu schließen, was zu einem umfangreichen Stellenabbau führen könnte. Bereits am Freitagmorgen wurden die Führungskräfte über die Insolvenz informiert, und eine Mitarbeiterversammlung ist für 11 Uhr angesetzt.

Die Geschichte von Galeria ist von finanziellen Krisen geprägt. Der Konzern, der aus den Traditionsmarken Karstadt und Kaufhof hervorgegangen ist, hat in den letzten Jahren mehrfach Insolvenzschutz beantragt. Trotz zahlreicher Rettungsversuche, die mit hohen Kosten verbunden waren, konnte der Abwärtstrend im klassischen Warenhausgeschäft nicht gestoppt werden. Die Branche sieht sich seit Jahren mit hohen Betriebskosten, dem wachsenden Online-Handel und einer anhaltenden Kaufzurückhaltung der Verbraucher konfrontiert.


Quellen: Bild, t-online

Bildquelle: Raimond Spekking via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS