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Warnstreik beim ARD: Heftige Einschränkungen für Zuschauer

Starke Einschränkungen für die Zuschauer des öffentlich Rechtlichen. Ein Warnstreik sorgt für starke Störungen beim Sendebetrieb.

Foto: depositphotos

Ein großer Warnstreik stört den Sendeablauf des öffentlich-rechtlichen Senders. Die Zuschauer reagieren irritiert auf die Störung und den unerwarteten Ausfall ihrer Lieblingssendung im abendlichen Fernsehprogram.

Gemeinsam bilden ARD, ZDF und Deutschlandradio das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem in Deutschland. Die Sender des öffentlich-rechtlichen Rundfunks werden zum Großteil aus dem monatlich fällig werdenden Rundfunkbeitrag (GEZ) finanziert. Zur ARD-Gruppe gehören viele verschieden regionale und überregionale Sender. So gehören neben das Erste, BR, HR, MDR, NDR und Radio Bremen, auch weitere Sender wie der RBB, SR, SWR, WDR, ONE, funk, ARD-alpha, Tagesschau, Phoenix, Arte und KiKA zur Senderauswahl.

Aktuell hat die Gewerkstatt Verdi zum Warnstreik aufgerufen. Daher konnte bereits am gestriegen Abend das geplante Program des Senders nicht vollständig ausgestrahlt werden. Das kam für viele Zuschauer überraschend.

Streik beim ARD-Sender „NDR“

Zum ARD gehören mehrere Landesfunkanstalten, darunter auch der NDR. Dieser streikt seit Donnerstagabend, sodass bereits kurz nach Einsetzen des Streikes erste Auswirkungen bemerkbar wurden: Die Sendung „DAS!“ fiel um 18.45 Uhr aus.

Grund hierfür ist die Ausrufung eines 15-stündigen Warnstreiks durch die Gewerkschaft Verdi. Der Streik soll der Durchsetzung höherer Gehälter verhelfen. Verdi verlangt eine Steigerung der Gehälter um 5,9 Prozent, sowie höhere Honorare und Ausbildungsvergütungen.

Demnach sollen die Gehälter um mindestens 300 Euro steigen, während Honorare für freie Mitarbeitende wertgleich erhöht werden sollen. Im Rahmen der Inflation und Wirtschaftskrise soll somit ein Inflationsausgleich erzielt werden.

Streik deutlich spürbar

Der Streik ist deutlich spürbar. Neben dem Ausfall der Sendung „DAS!“, mussten auch andere Sendungen mit Einschränkungen auskommen. So begrüßte der Moderator Christopher Scheffelmeier die Zuschauer des „Schleswig-Holstein Magazin“ in ungewohnter Umgebung. Anstelle des üblichen Studios wurde aus dem NDR-Schaltraum gesendet. Grund hierfür sei die unvollständige Besetzung der Regie. Der Moderator zum spontanen Ortswechsel: „Wir versuchen jetzt mal, das Beste daraus zu machen“. Die Auswirkungen auf weitere Sendungen im Rahmen des Streikes ist nicht klar.

Zunächst einmal soll der Warnstreik beim NDR bis um 9 Uhr am Freitagmorgen andauern. Die Verhandlungen seien noch im Gange – laut Verdi sollen bereits acht Verhandlungsrunden den erhofften Erfolg nicht erzielt haben. Der NDR würde statt der 5,9 Prozent lediglich zwei Prozent Gehaltserhöhung anbieten, jedoch würde das im Rahmen der „massiv steigenden Preise“ nicht ausreichen.

YY
Quellen: t-online.de