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Warnstreik bei der Post: Verdi erhöht Druck auf Arbeitgeber

Die Gewerkschaft ruft zum zweiten Tag in Folge zum Streik auf, um im Tarifkonflikt ein Entgeltplus von sieben Prozent zu erreichen.

Viele Briefe dürften sich verzögern. (Symbolbild)
Foto: Thomas Banneyer/dpa

Nach dem Warnstreik bei der Post am Dienstag werden auch heute viele Menschen vergeblich auf Briefe und Pakete warten. Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt mit der Deutschen Post Zusteller zum zweiten Tag in Folge zu einem Warnstreik aufgerufen. Heute sind die ländlichen Regionen in den Bundesländern betroffen, während Stadtstaaten nicht betroffen sind. Am Dienstag waren es die größeren Städte und Großstädte.

«In der zweiten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche gab es kaum Bewegung und keine greifbaren Verhandlungsergebnisse», sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis in einer Mitteilung.

Dritte Verhandlungsrunde beginnt am 12. Februar

Die Gewerkschaft plant, im aktuellen Tarifkonflikt den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 12. und 13. Februar geplant.

Verdi pocht auf ein Entgeltplus von sieben Prozent und zusätzliche Urlaubstage. In den Tarifverhandlungen stellt die Post den Spielraum für Lohnerhöhungen jedoch als «sehr gering» dar, weil die Briefmengen im Digitalzeitalter schrumpften und der Investitionsbedarf groß sei. In der dritten Runde will die Post aber ein Angebot vorlegen. Das Unternehmen halte die Warnstreiks daher für «unnötig, da sie letztlich zu Lasten unserer Kundinnen und Kunden gehen», hatte der Post-Sprecher zuvor gesagt.

Die Deutsche Post beschäftigt im Inland rund 170.000 Mitarbeiter im Brief- und Paketgeschäft. Das Unternehmen gehört zum Logistikkonzern DHL.

dpa