Verdi hat bei Verkehrsbetrieben in vielen Bundesländern zu Warnstreiks aufgerufen. Seit Donnerstagfrüh stehen vielerorts Bahnen und Busse still.
Warnstreiks im Nahverkehr haben begonnen

Ein Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr hat in vielen Bundesländern begonnen. Busse, Trams und U-Bahnen standen an vielen Orten still. Fahrgäste müssen mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen.
Die Gewerkschaft Verdi hatte zu den zweitägigen Warnstreiks bis Freitag aufgerufen. Betroffen sind etwa Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Nordrhein-Westfalen oder Rheinland-Pfalz. In mehreren Städten waren am Donnerstag Kundgebungen geplant. In Thüringen wird ein zweitägiger Warnstreik fortgesetzt.
Einige S-Bahnen oder Regionalbusse, die nicht von kommunalen Arbeitgebern betrieben werden, sind nicht von den Arbeitskämpfen betroffen. Die Ausstände resultieren aus Tarifverhandlungen für die Beschäftigten, die hauptsächlich auf bessere Arbeitsbedingungen und Entlastung abzielen. In anderen Ländern wird ebenfalls über die Bezahlung verhandelt.
Ausfall des nahezu gesamten Nahverkehrs in Berlin
Die Fahrgäste in der Hauptstadt müssen sich darauf einstellen, dass der Großteil des Nahverkehrs ausfällt. Die S-Bahn ist jedoch nicht betroffen. Auch der Regional- und Fernverkehr auf der Schiene wird nicht bestreikt und verkehrt nach dem üblichen Fahrplan. Ähnlich ist die Situation in Hamburg. Die bestreikte Hochbahn betreibt dort die U-Bahn und die meisten Buslinien. In Niedersachsen sind Städte wie Hannover, Braunschweig, Osnabrück, Wolfsburg und Goslar betroffen. In Nordrhein-Westfalen werden fast alle großen kommunalen Nahverkehrsbetriebe wie KVB (Köln), Rheinbahn (Düsseldorf), DSW21 (Dortmund), die Stadtwerke Münster und moBiel (Bielefeld) bestreikt.
Die Maßnahme ist Teil einer beinahe bundesweiten Welle von Warnstreiks von Verdi im öffentlichen Nahverkehr. Der 1. März ist dabei bundesweit der Hauptstreiktag. Ausnahme ist Bayern. Auch im Saarland drohen seit einer Tarifeinigung am Mittwoch keine Streiks mehr.








