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Warum Brüssel gegen falsche Hotelanzeigen bei Booking.com vorgeht

Die Europäische Kommission hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Buchungsplattform Booking.com initiiert. Ziel dieser Untersuchung ist es, herauszufinden, ob das Unternehmen ausreichend gegen Betrüger vorgeht, die mit gefälschten Hotelanzeigen Reisende täuschen.

Fake Hotelanzeigen - Brüssel ermittelt gegen Booking.com
Bildquelle: Jas Rolyn auf Unsplash

Die Europäische Kommission hat ein Ermittlungsverfahren gegen die Buchungsplattform Booking.com initiiert. Ziel dieser Untersuchung ist es, herauszufinden, ob das Unternehmen ausreichend gegen Betrüger vorgeht, die mit gefälschten Hotelanzeigen Reisende täuschen. Die Maßnahme soll sicherstellen, dass Verbraucher in Europa ihre Urlaubsbuchungen ohne Besorgnis über Betrug vornehmen können.

Die Bedenken der Brüsseler Behörde beziehen sich darauf, dass Booking.com möglicherweise nicht genügend Anstrengungen unternimmt, um illegale Angebote von Betrügern zu entfernen und die persönlichen Daten seiner Nutzer zu sichern. Im Zuge der Ermittlungen wird die Kommission analysieren, inwieweit das Unternehmen geeignete Maßnahmen ergreift, um gegen betrügerische Aktivitäten vorzugehen. Sollte sich herausstellen, dass es hierbei Defizite gibt, könnte Booking.com mit einer Geldstrafe belegt werden.

In einem aktuellen Statement betonte Booking.com, dass man eng mit der Europäischen Kommission kooperiere und sich konsequent für den Schutz von Reisenden und Partnern vor Online-Betrug engagiere.

Die Ermittlungen erfolgen vor dem Hintergrund eines alarmierenden Anstiegs von Online-Betrugsfällen, auf den Verbraucherschützer hinweisen. So berichtet Booking.com von einem weltweiten Anstieg der Betrugsversuche auf seiner Plattform um beeindruckende 500 Prozent. Im ersten Halbjahr 2026 wurden mehr als 1.072 Betrugsfälle gemeldet, die einen finanziellen Schaden von 82.000 Euro nach sich zogen. Dies entspricht einer Verzehnfachung im Vergleich zum Vorjahr.

Ein weiterer Aspekt der laufenden Untersuchungen betrifft die Phishing-Versuche, die ebenfalls auf der Buchungsplattform stattfinden. Cyberkriminelle nutzen gefälschte Nachrichten, um an sensible Informationen wie Passwörter oder Bankdaten zu gelangen. Die EU-Kommission wird eingehend prüfen, wie Booking.com Reservierungs- und Gästedaten an Unterkunftsanbieter weitergibt und welche Sicherheitsmaßnahmen implementiert wurden, um den Missbrauch von Nutzerdaten zu verhindern.

Die Eröffnung des Verfahrens bedeutet jedoch nicht zwangsläufig einen Verstoß von Booking.com gegen EU-Vorschriften. EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen machte deutlich, dass die Europäer in der Lage sein sollten, ihre Urlaubsbuchungen ohne Angst vor Betrug zu tätigen.

Darüber hinaus wird die Kommission auch die Transparenz der bezahlten Werbung auf der Plattform unter die Lupe nehmen. Ein Augenmerk liegt darauf, ob die Ergebnisse, die gegen eine Gebühr höher eingestuft werden, klar als Werbung kenntlich gemacht sind. Unterkunftsanbieter haben die Möglichkeit, durch höhere Provisionen ihre Angebote in den Suchergebnissen sichtbarer zu machen. Die EU-Kommission fordert, dass Nutzer eindeutig erkennen können, welche Angebote als Werbung deklariert sind.


Quellen: tagesschau, BR

Bildquelle: Bildquelle: Jas Rolyn auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS