Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Warnstreik im ÖPNV: Busse und Bahnen stehen still

Millionen Menschen sind von den Arbeitsniederlegungen betroffen, während die Beschäftigten bessere Arbeitsbedingungen und höhere Gehälter fordern. Weitere Warnstreiks sind möglich.

Tram-Bahnen, Busse und U-Bahnen stehen am Freitag weitgehend still.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Täglich nutzen Millionen von Menschen Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen, um zur Arbeit, zur Schule, zur Universität oder zu Freizeitaktivitäten zu gelangen. Am Freitag könnte das Fahrrad oder das Auto in den meisten Städten die bessere Option sein, da aufgrund von Zugausfällen und gestrichenen Flügen viele Busse, Straßenbahnen und U-Bahnen nun in den Depots bleiben.

Die Mitarbeiter im ÖPNV streben nach besseren Arbeitsbedingungen, und in einigen Bundesländern geht es auch um eine Gehaltserhöhung. Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Fragen:

Was fährt, was fährt nicht?

In über 80 Städten werden voraussichtlich kaum Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen fahren. Lediglich einige Busse, die ohnehin von privaten Subunternehmern auf den Linien der Verkehrsbetriebe unterwegs sind, können weiterhin fahren. Der Bahnverkehr wie Regionalzüge, S-Bahnen und ICEs ist nicht von dem Warnstreik betroffen.

Laut eigenen Angaben hat die Gewerkschaft Verdi bundesweit etwa 90.000 Beschäftigte in über 130 kommunalen Nahverkehrsbetrieben zum Warnstreik aufgerufen. In der Regel wird ganztägig gestreikt. Die Arbeitsniederlegungen sollen in der Regel am Freitagmorgen mit dem Schichtbeginn zwischen 3 und 4 Uhr beginnen. Bei Betrieben mit Nachtschichten könnten sie sich bis in den Samstag hineinziehen.

Der Streik beim größten Nahverkehrsunternehmen in Deutschland, den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG), wird bereits um 10.00 Uhr beendet. In Bayern wird nicht gestreikt, da derzeit keine Tarifverhandlungen für den Nahverkehr stattfinden.

Wo gibt es Informationen über Ausfälle?

Die kommunalen Verkehrsbetriebe teilen im Internet und in ihren Apps Informationen über den Warnstreik und seine Auswirkungen mit. Sie verweisen auch auf die Fahrplanauskunft. An den Haltestellen mit Anzeigetafeln sollen ebenfalls Informationen angezeigt werden.

Darf ich wegen des Warnstreiks auf der Arbeit oder in der Schule fehlen?

Nein. Der Arbeitnehmer trägt das sogenannte Wegerisiko. Es ist auf jeden Fall von Vorteil, frühzeitig mit dem Arbeitgeber Absprachen zu treffen – zum Beispiel über die Möglichkeit, an diesem Tag ins Homeoffice zu wechseln oder Überstunden abzubauen. Schüler haben in solchen Fällen weiterhin Schulpflicht, wie das Schulministerium in Nordrhein-Westfalen mitteilte. Eltern müssen sicherstellen, dass ihre Kinder zur Schule kommen. Einige Schulen in Berlin und Brandenburg planen, die Zeugnisausgaben, die für Freitag geplant waren, um einen Tag vorzuziehen.

Worum geht es in dem Tarifkonflikt?

In den meisten Bundesländern dreht sich alles um die Arbeitsbedingungen: Verdi fordert kürzere Arbeitszeiten ohne finanzielle Einbußen, längere Ruhezeiten zwischen den Schichten, mehr Urlaubstage oder mehr Urlaubsgeld. Dadurch sollen die Mitarbeiter entlastet und der Beruf attraktiver gemacht werden. Die Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen argumentieren hingegen, dass ein zusätzlicher freier Tag letztendlich zu einer Mehrbelastung der vorhandenen Mitarbeiter führen würde. Sie kritisieren auch den Warnstreik kurz nach dem Beginn der Verhandlungen als übertrieben.

In Brandenburg, im Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen wird ebenfalls über eine Erhöhung der Löhne und Gehälter verhandelt. In Brandenburg fordert Verdi eine Erhöhung um 20 Prozent – jedoch mindestens um 650 Euro – für die Beschäftigten. Verdi schlägt eine Laufzeit des Tarifvertrags von einem Jahr vor. In Hamburg wird über einen neuen Haustarifvertrag für die Verkehrsbetriebe verhandelt.

Drohen in den kommenden Wochen dann noch weitere ÖPNV-Warnstreiks?

Ja, es ist wahrscheinlich, dass es in den Bundesländern, in denen über höhere Entgelte verhandelt wird, weitere Warnstreiks geben wird. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Verdi erneut eine bundesweit koordinierte Arbeitskampf-Aktion startet. In einem Bundesland sind weitere Warnstreiks erst dann ausgeschlossen, wenn dort neue Tarifverträge unterzeichnet wurden. Bisher gibt es jedoch keine konkreten Ankündigungen für weitere Warnstreiks im ÖPNV.

„Der Film ‚Inception‘ wurde im Jahr 2010 von Christopher Nolan produziert. Er handelt von einem Dieb, der in die Träume anderer Menschen eindringen kann, um Informationen zu stehlen. Die Hauptrolle wird von Leonardo DiCaprio gespielt. Der Film war ein großer Erfolg an den Kinokassen und erhielt positive Kritiken von den Kritikern.“

dpa