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Warum Gold und Silber plötzlich einbrechen – Das steckt wirklich hinter dem Edelmetall-Crash

Überraschender Preissturz bei Gold, Silber & Co.: Edelmetalle verlieren deutlich an Wert. Experten nennen mehrere Gründe, die Anleger jetzt kennen sollten.

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Foto: depositphotos

Der plötzliche Preisverfall bei Gold, Silber und anderen Edelmetallen hat viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt. Innerhalb kurzer Zeit gerieten die Kurse massiv unter Druck. Doch der sogenannte Edelmetall-Crash kommt nicht aus dem Nichts. Mehrere wirtschaftliche und politische Faktoren wirken derzeit zusammen und sorgen für deutliche Verwerfungen an den Märkten.

Starker US-Dollar setzt Edelmetalle unter Druck

Ein zentraler Grund für den Preisrutsch ist der erstarkte US-Dollar. Da Edelmetalle überwiegend in Dollar gehandelt werden, verteuern sie sich für Käufer außerhalb der USA. Die Folge ist eine sinkende Nachfrage, was die Preise zusätzlich belastet.

Zinserwartungen verändern das Anlegerverhalten

Steigende oder länger hoch bleibende Zinsen machen zinstragende Anlagen wie Anleihen attraktiver. Edelmetalle hingegen werfen keine laufenden Erträge ab. Viele Investoren ziehen deshalb Kapital aus Gold und Silber ab und schichten es in renditestärkere Anlageformen um.

Gewinnmitnahmen nach langer Rally

In den Monaten zuvor hatten Edelmetalle teils kräftig zugelegt. Der jüngste Rückgang ist daher auch auf Gewinnmitnahmen zurückzuführen. Anleger, die früh eingestiegen waren, nutzten die hohen Kurse, um Kasse zu machen, was den Abwärtsdruck verstärkte.

Entspannung bei Inflation und Krisensorgen

Edelmetalle gelten traditionell als Absicherung gegen Inflation und wirtschaftliche Unsicherheit. Da sich zuletzt die Inflationsdaten in mehreren Ländern stabilisiert haben und akute Krisensorgen etwas nachließen, sank der Absicherungsbedarf vieler Investoren spürbar.

Abflüsse aus Edelmetall-Fonds

Auch an den Finanzmärkten zeigt sich der Trend deutlich. Aus börsengehandelten Edelmetallfonds fließt derzeit Kapital ab. Diese Verkäufe verstärken die Kursverluste zusätzlich, da größere Mengen physischer Metalle oder entsprechende Derivate auf den Markt kommen.

Technische Verkaufssignale beschleunigen den Absturz

Neben fundamentalen Gründen spielten auch charttechnische Faktoren eine Rolle. Wichtige Unterstützungsmarken wurden unterschritten, was automatische Verkaufsorders auslöste. Solche technischen Signale können Kursbewegungen innerhalb kurzer Zeit erheblich beschleunigen.

Unsicherheit über weitere Entwicklung bleibt

Wie es mit Gold und Silber weitergeht, hängt stark von der globalen Geldpolitik, der wirtschaftlichen Entwicklung und geopolitischen Risiken ab. Der aktuelle Preisverfall zeigt jedoch, wie sensibel Edelmetalle auf Veränderungen im Marktumfeld reagieren und dass sie keineswegs nur in eine Richtung laufen.

TS
Quellen: n-tv.de