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Wetterextreme 2023 kosten Versicherer 4,9 Milliarden Euro

Hagel, Sturm und Überschwemmungen sind Versicherern teurer zu stehen gekommen als im Vorjahr. Vor allem die Unwetter der Sommermonate haben einen großen Anteil. Welche Wetterextreme waren am teuersten?

Zerstörte Dächer in der oberbayerischen Gemeinde Bad Bayersoien nach dem Hagelsturm am 26. August.
Foto: Peter Kneffel/dpa

Deutschlands Versicherer haben im vergangenen Jahr aufgrund von Überschwemmungen, Hagel und anderen Wetterextremen Schäden in Höhe von 4,9 Milliarden Euro erlitten.

Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die versicherten Schäden an Häusern, Hausrat, Betrieben und Kraftfahrzeugen damit voraussichtlich um 900 Millionen Euro, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte. «Sie liegen damit leider ziemlich stabil auf dem hohen Niveau des langjährigen Durchschnitts von 4,9 Milliarden Euro», sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen laut Mitteilung.

Vor allem die Unwetter der Sommermonate fielen ins Gewicht. Allein im August hätten sie Schäden in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verursacht, also fast ein Drittel der Gesamtsumme. Bereits im Juni wüteten zudem die Unwetter «Kay» und «Lambert», die laut GDV ebenfalls mit Hunderten Millionen Euro in der Bilanz stehen.

Laut GDV war der größte Kostenblock im vergangenen Jahr Schäden durch Sturm und Hagel. Demnach beliefen sich die Sachschäden auf 2,7 Milliarden Euro. Überschwemmungen und andere Unwetter wurden mit 900 Millionen Euro in der Bilanz verzeichnet. Diese beiden Posten waren etwas unterdurchschnittlich. Die versicherten Kfz-Schäden lagen laut GDV mit 1,3 Milliarden Euro hingegen über dem langjährigen Durchschnitt.

dpa