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Wie der Anstieg der Ölpreise Shell und Total Energies zu hohen Gewinnen verhilft

Die hohen Gewinne der europäischen Ölunternehmen sind eine direkte Folge der gestiegenen Rohölpreise, die durch den Iran-Krieg beeinflusst werden.

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Europäische Ölkonzerne erzielen Rekordgewinne durch steigende Rohölpreise

Im dritten Quartal 2026 verzeichnete Shell einen Gewinn von 12,1 Milliarden Dollar (10,9 Milliarden Euro), was mehr als einer Verdopplung im Vergleich zum Vorquartal entspricht. Auch Total Energies meldete für denselben Zeitraum einen Rekordgewinn von 8,3 Milliarden Dollar, ebenfalls mehr als doppelt so viel wie im vorherigen Quartal.

Die hohen Gewinne der europäischen Ölunternehmen sind eine direkte Folge der gestiegenen Rohölpreise, die durch den Iran-Krieg beeinflusst werden. Neben Shell und Total Energies profitierte auch Repsol aus Spanien, dessen Gewinn im dritten Quartal von 574 Millionen Euro auf 2,8 Milliarden Euro anstieg.

Hintergrund der Gewinnsteigerungen

Die geopolitischen Spannungen im Iran haben die Ölpreise weltweit in die Höhe getrieben. Diese Entwicklung hat nicht nur zu hohen Gewinnen bei den europäischen Ölkonzernen geführt, sondern auch die Diskussion über eine mögliche Übergewinnsteuer neu entfacht. Mehrere EU-Finanzminister, darunter Lars Klingbeil, fordern eine solche Steuer auf EU-Ebene.

Die EU-Kommission hat sich bisher zurückhaltend geäußert. EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis erklärte, dass die Mitgliedstaaten auf nationaler Ebene bereits Maßnahmen zur Besteuerung außergewöhnlicher Gewinne ergreifen könnten, wenn sie dies wünschen. Eine nationale Übergewinnsteuer könnte jedoch dazu führen, dass Unternehmen in den betroffenen Ländern benachteiligt werden.

Übergewinnsteuer in der Vergangenheit

Bereits in den Jahren 2022 und 2023 hatte die EU eine Übergewinnsteuer eingeführt, als die Energiepreise infolge des Ukraine-Kriegs stark anstiegen. Eine Verordnung zur Einführung eines befristeten Solidaritätsbeitrags verpflichtete Erdöl-, Gas-, Kohle- und Raffineriekonzerne, für außergewöhnliche Gewinne eine Abgabe zu zahlen.

Gewinne, die mehr als 20 Prozent über dem Durchschnittswert der Jahre 2019 bis 2021 lagen, wurden mit 33 Prozent besteuert. Deutschland erzielte durch den EU-Energiekrisenbeitrag 2022 Einnahmen von fast zwei Milliarden Euro und 2023 von etwa 465 Millionen Euro.

In mehreren Ländern, darunter Belgien, Irland und Italien, klagten Unternehmen gegen die nationalen Regelungen zur Übergewinnsteuer. Die Gerichte dieser Länder haben den Europäischen Gerichtshof um Klärung gebeten, ob die EU-Verordnung und die nationalen Maßnahmen mit dem europäischen Recht vereinbar sind. Der Generalanwalt am EuGH hat die Regelungen als rechtmäßig eingeschätzt, jedoch liegt die endgültige Entscheidung bei den europäischen Richtern.


Quellen: n-tv, Die Zeit

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS