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Wie Intel mit starken Quartalszahlen die Erwartungen übertrifft

Intel übertrifft die Erwartungen der Analysten mit starken Quartalszahlen, die Umsatz und Gewinn ankurbeln. Der Chipriese profitiert von der boomenden Nachfrage im KI-Sektor und steigenden Preisen, während er gleichzeitig neue Kunden wie Tesla gewinnt.

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Aktienkurs hebt ab: Intel legt glänzende Quartalszahlen vor
Mister rf via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Der Aufschwung im Bereich der Künstlichen Intelligenz zeigt auch bei Intel Wirkung. Der Chiphersteller hat mit seinen aktuellen Quartalszahlen die Prognosen der Analysten sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn übertroffen. Zudem liegt der Ausblick für das Geschäftsjahr deutlich über den Erwartungen, was zu einem Anstieg des Aktienkurses geführt hat.

Intel profitiert von der steigenden Nachfrage nach Halbleitern, die durch den Ausbau von KI-Anwendungen bedingt ist. Im vergangenen Quartal konnte das Unternehmen sogar zuvor abgeschriebene Lagerbestände absetzen, wie Finanzchef David Zinsner in einem Interview mit einem US-Sender erklärte. Darüber hinaus gelang es Intel, Preissteigerungen durchzusetzen.

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Quartalsumsatz um sieben Prozent auf 13,6 Milliarden Dollar (11,64 Milliarden Euro). Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Umsatz von 12,4 Milliarden Dollar gerechnet. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag bei 0,29 Dollar, was die durchschnittliche Prognose von 0,01 Dollar deutlich übertraf.

Hoher Verlust trotz Umsatzsteigerung

Trotz der positiven Umsatzentwicklung verzeichnete Intel einen weiteren hohen Verlust von 4,28 Milliarden Dollar, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 887 Millionen Dollar zu verzeichnen war. Das Unternehmen investiert derzeit massiv in neue Produktionsprozesse, um sich aus der Krise zu befreien. Zudem konnte Intel den Elektroauto-Pionier Tesla als Kunden gewinnen, da Tesla plant, die Produktion eigener Chips auszubauen.

Prognose für das nächste Quartal übertrifft Erwartungen

Intel überraschte die Märkte auch mit dem Umsatzprognose für das laufende Quartal. Der Konzern erwartet Erlöse zwischen 13,8 und 14,8 Milliarden Dollar, während Analysten im Schnitt mit etwa 13,1 Milliarden Dollar rechneten. Im nachbörslichen Handel stieg die Aktie zeitweise um rund 13 Prozent.

Unter der Leitung von CEO Lip-Bu Tan versucht Intel, durch Kostensenkungen aus der Krise zu kommen. In diesem Zusammenhang wurden auch die Pläne für den Bau eines Werks in Magdeburg aufgegeben. Im August erhielt der US-Staat nach Druck von Präsident Donald Trump einen Anteil von rund zehn Prozent an Intel als Gegenleistung für zuvor zugesagte Milliarden-Subventionen.

Marktanteile unter Druck

Intel, einst dominierend im Halbleitermarkt, sieht sich seit Jahren mit Herausforderungen konfrontiert. Besonders im Bereich der KI-Chips hat der Grafikkartenhersteller Nvidia eine führende Position eingenommen. Zudem steht Intel unter Druck im traditionellen Geschäft mit PC-Prozessoren und Chips für Rechenzentren.

Bildquelle: Mister rf via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

TS