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Wie können Autofahrer den steigenden Werkstattpreisen entkommen?

Für das Jahr 2025 verzeichneten die Werkstätten einen durchschnittlichen Anstieg von 7,5 Prozent bei ihren Dienstleistungen.

Werkstatt-Preise explodieren: Neuer Kostenhammer für Autofahrer
Renee Razumov auf Pexels

Preisanstieg bei Kfz-Werkstätten

In den vergangenen Jahren haben sich die Ausgaben für Werkstattbesuche in Deutschland erheblich erhöht. Seit 2017 sind die Stundensätze in Kfz-Werkstätten um 62 Prozent gestiegen, was im Vergleich zu den allgemeinen Verbraucherpreisen, die im gleichen Zeitraum um 26 Prozent zulegten, deutlich überdurchschnittlich ist. Diese Daten wurden durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ermittelt.

Für das Jahr 2025 verzeichneten die Werkstätten einen durchschnittlichen Anstieg von 7,5 Prozent bei ihren Dienstleistungen. Ein typischer Sachschaden an einem Pkw kostet die Versicherungen inzwischen rund 4.600 Euro, was einer Steigerung von beinahe 70 Prozent innerhalb von acht Jahren entspricht. Diese Entwicklung zeigt, dass die Reparaturkosten deutlich schneller wachsen als die Einnahmen der Versicherungsunternehmen, so Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des GDV.

Gründe für die Preissteigerungen

Ein zentraler Grund für die hohen Kosten bei Reparaturen sind die Preise für Ersatzteile, die seit 2016 im Durchschnitt um über 80 Prozent gestiegen sind. Besonders betroffen sind Bauteile wie hintere Seitenwände, Vordertüren und Kofferraumklappen, deren Kosten sich in diesem Zeitraum nahezu verdoppelt haben. Die Versicherer führen diese Preissteigerungen auf den sogenannten Designschutz der Automobilhersteller zurück, der es den Verbrauchern erschwert, günstigere Alternativen zu finden, da sie gezwungen sind, Ersatzteile direkt beim Hersteller zu beziehen.

Obwohl eine EU-Richtlinie verabschiedet wurde, die darauf abzielt, dieses Monopol zu reformieren, ist bislang keine Umsetzung in nationales Recht erfolgt. Dies bedeutet, dass Autofahrer weiterhin hohe Preise für Ersatzteile zahlen müssen.

Entwicklung der Kfz-Versicherungen

Die gestiegenen Reparaturkosten haben auch Auswirkungen auf die Kfz-Versicherungen. In den letzten Jahren haben sich die Prämien aufgrund der hohen Kosten stark erhöht. Aktuell zeigt sich jedoch ein leichter Trend zur Entspannung: Laut dem Vergleichsportal Verivox sind die Tarife in diesem Jahr im Durchschnitt um zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Preisentwicklung variiert je nach Versicherungsart; bei der Kfz-Haftpflicht sind die Kosten um drei Prozent gestiegen, während die Vollkasko um zwei Prozent zulegte. Bei der Teilkasko stagnieren die Preise.

Aljoscha Ziller, Geschäftsführer von Verivox, führt den moderaten Anstieg auf ein schadensarmes Jahr 2025 zurück, das durch vergleichsweise wenige Unwetterschäden geprägt war. Eine dauerhafte Preiswende ist jedoch noch nicht in Sicht.

Tipps zur Kostenreduzierung bei Reparaturen

Um die Reparaturkosten zu minimieren, sollten Autofahrer bevorzugt freie Werkstätten wählen, die in der Regel kostengünstiger sind als markengebundene Betriebe. Viele Autofahrer befürchten, durch den Besuch einer freien Werkstatt ihre Gewährleistungsansprüche zu verlieren. Diese Bedenken sind jedoch unbegründet, da die entscheidende Frage ist, wer das Problem verursacht hat, und nicht, wo die Inspektionen durchgeführt wurden.

Zudem können Autofahrer auch in markengebundenen Werkstätten nach Teilen vom freien Markt fragen. Diese Teile von Zulieferern sind häufig nicht von minderwertiger Qualität, jedoch deutlich günstiger. Wer noch mehr sparen möchte, sollte sich über aufbereitete Aggregateteile wie Motoren oder Getriebe informieren, wo Preisvorteile von bis zu 70 Prozent möglich sind. Auch bei Verschleißteilen wie Bremsen kann oft ein Drittel der Kosten eingespart werden, während Karosserieteile oder Scheinwerfer sogar bis zu 50 Prozent günstiger sein können. Es ist dabei jedoch wichtig, dass die Sicherheit durch die professionelle Aufbereitung nicht beeinträchtigt wird.


Quellen: t-online, Der Spiegel

Bildquelle: Renee Razumov auf Pexels

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS