Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Wie wirken sich die geplanten Standortschließungen von Biontech auf die Beschäftigten aus?

Biontech plant die Schließung mehrerer Produktionsstandorte in Deutschland und Singapur, was bis zu 1860 Stellen gefährdet. Die Maßnahmen sollen helfen, Überkapazitäten abzubauen und die Kosten zu senken.

Bis zu 1860 Stellen bedroht: Biontech schließt mehrere Produktionsstandorte
KI-generiert

Es gibt besorgniserregende Nachrichten aus der Biopharma-Branche: Biontech, der bekannte Impfstoffhersteller aus Mainz, hat angekündigt, mehrere Produktionsstandorte zu schließen. Diese Entscheidung könnte bis zu 1860 Arbeitsplätze gefährden.

Schließungen in Deutschland und Singapur

Das Unternehmen hat die Schließungen in den Städten Idar-Oberstein, Marburg und Tübingen bis Ende 2027 vorgesehen. Auch der Standort in Singapur soll voraussichtlich im ersten Quartal 2027 geschlossen werden. Die Gründe für diese drastischen Maßnahmen sind laut Unternehmensführung eine unzureichende Auslastung, Überkapazitäten sowie der Bedarf an Kostensenkungen.

Finanzielle Einsparungen und zukünftige Investitionen

Nach der vollständigen Umsetzung der Schließungen rechnet Biontech im Jahr 2029 mit jährlichen Einsparungen von bis zu 500 Millionen Euro. Diese finanziellen Mittel sollen in die Forschung und Entwicklung von neuen Medikamenten, insbesondere gegen Krebs, investiert werden.

Rückgang der Umsätze

Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Biontech einen Rückgang der Umsätze auf 118,1 Millionen Euro, im Vergleich zu 182,8 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Rückgang wird hauptsächlich auf die gesunkenen Verkaufszahlen der Covid-19-Impfstoffe zurückgeführt.

Steigender Nettoverlust

Der Nettoverlust des Unternehmens stieg im ersten Quartal auf 531,9 Millionen Euro, während er im Vorjahr bei 415,8 Millionen Euro lag. Die höheren Kosten für die Entwicklung von Immunonkologie-Programmen wurden als Hauptursache für diesen Anstieg genannt.

Ausblick auf die Zukunft

Biontech, das während der Corona-Pandemie erhebliche Gewinne mit seinem Impfstoff erzielte, plant für das Jahr 2026 Erlöse zwischen 2,0 Milliarden und 2,3 Milliarden Euro. Das Unternehmen bereitet sich zudem auf die Entwicklung eines an Varianten angepassten Covid-19-Impfstoffs für die Impfsaison 2026/27 vor.

Die Gründer von Biontech, Ugur Sahin und Özlem Türeci, werden voraussichtlich bis Ende dieses Jahres das Unternehmen verlassen. Bis 2030 plant Biontech, mehrere Zulassungsanträge für Onkologie-Kandidaten einzureichen.


Quellen: n-tv

TS