Taugen Wind und Sonne für eine verlässliche Stromversorgung? Kritiker säen immer wieder Zweifel. Die Förderbank KfW kommt auf Basis der jüngsten Zahlen zu einem anderen Ergebnis.
Wind und Sonne liefern fast jeden Tag Strom für Deutschland

Wind und Sonne liefern einer KfW-Analyse zufolge nur an 15 Tagen im Jahr keinen Strom. Im Schnitt der vergangenen drei Jahre seien in Deutschland nur an vier Prozent aller Tage im Jahr ungünstige Bedingungen für die beiden Energiequellen zusammengefallen, schreibt die Förderbank in einer Analyse. Ihr Fazit: «Erneuerbare Energien sind inzwischen die Basis der Stromerzeugung in Deutschland.»
Im letzten Jahr stammte laut KfW-Berechnungen basierend auf Daten der Bundesnetzagentur mehr als die Hälfte (56 Prozent) des in Deutschland verbrauchten Stroms aus Wind (29 Prozent), Sonne (16 Prozent), Biomasse und Wasserkraft (11 Prozent). Zum ersten Mal standen demnach Wind- und Solarenergie als zwei erneuerbare Energiequellen an der Spitze der heimischen Stromerzeugung, mit einem Anteil von 45 Prozent des verbrauchten Stroms.
Weitere Maßnahmen für sichere Stromversorgung
KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher hält weitere Schritte beim Ausbau der erneuerbaren Energien für erforderlich: «Perspektivisch könnte die Stromerzeugung aus Biomasse noch gezielter zu Zeiten mit wenig Wind und Sonne zum Einsatz kommen.» Ein wichtiger Teil der Lösung seien auch «eine Flexibilisierung der Nachfrage, mehr Batteriespeicher und neue Gaskraftwerke, die mittelfristig mit Wasserstoff betrieben werden können», sagt Schumacher.
Laut Auswertung fielen in den vergangenen Jahren alle Tage, an denen weder die Sonne scheint noch der Wind weht, in die Monate Oktober bis Februar. Im Jahr 2023 gab es laut KfW 14 solcher Tage, im Jahr 2024 waren es 12 und im letzten Jahr 19 Tage.
«An den wind- und sonnenarmen Tagen standen (…) genügend Alternativen zur Verfügung, um die gesamte Stromnachfrage zu bedienen», betont die KfW. So sei vermehrt Strom importiert sowie mehr Strom aus Kohle und Gas erzeugt worden.








