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Ökonomen warnen vor Trumps Wiederwahl,US-Wirtschaftsprogramm von Biden überlegen

Investitionen steigern Produktivität, Wirtschaftswachstum, senken Inflationsdruck und erleichtern Übergang zu sauberer Energie. Biden ermöglicht umfassende wirtschaftliche Erholung.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung an der Temple University.
Foto: Chris Szagola/AP/dpa

Sechzehn Wirtschaftsnobelpreisträger haben in einem gemeinsamen Brief vor den Risiken einer zweiten Präsidentschaft Donald Trumps für die US-Wirtschaft gewarnt. Zu den wichtigsten Faktoren für wirtschaftlichen Erfolg gehörten Rechtsstaatlichkeit sowie wirtschaftliche und politische Sicherheit. Die Einhaltung internationaler Normen und normale und stabile Beziehungen zu anderen Ländern seien ebenfalls ein Muss. «Donald Trump und die Unwägbarkeiten seines Handelns und seiner Politik bedrohen diese Stabilität und die Stellung der USA in der Welt», heißt es in dem am Dienstag von US-Medien veröffentlichten Schreiben. 

Obwohl jeder der Unterzeichner verschiedene Ansichten über einzelne wirtschaftspolitische Maßnahmen hat, sind sich alle einig, dass das Wirtschaftsprogramm von US-Präsident Joe Biden dem von Trump weit überlegen ist. Biden hat wichtige Investitionen in die US-Wirtschaft beschlossen, darunter in die Infrastruktur, die heimische Produktion und den Klimaschutz.

«Zusammengenommen werden diese Investitionen wahrscheinlich die Produktivität und das Wirtschaftswachstum steigern und gleichzeitig den langfristigen Inflationsdruck senken und den Übergang zu sauberer Energie erleichtern.» Weitere vier Jahre der Präsidentschaft von Biden würden es ihm ermöglichen, eine umfassende wirtschaftliche Erholung in den USA weiter voranzubringen. 

Viele Amerikaner seien besorgt über die Inflation

Viele Amerikaner seien besorgt über die Inflation, die bemerkenswert schnell zurückgegangen sei. Es bestehe zu Recht die Sorge, dass Trump «mit seinen fiskalisch unverantwortlichen Haushaltsplänen» die Inflation wieder anheizen werde. 

Der Ausgang der Wahl im November werde wirtschaftliche Auswirkungen über Jahre, möglicherweise Jahrzehnte, haben. «Wir glauben, dass eine zweite Amtszeit von Trump negative Auswirkungen auf das wirtschaftliche Ansehen der USA in der Welt und eine destabilisierende Wirkung auf die Binnenwirtschaft der USA haben würde.»

Trump und Biden sind in der entscheidenden Phase des Wahlkampfs. Die Inflation ist für viele Wähler von großer Bedeutung. Trotz des deutlichen Rückgangs der Teuerungsrate seit Sommer 2022 steigen die Preise nun moderat weiter an. Biden trägt nur begrenzt die Verantwortung für die hohen Verbraucherpreise, und auch der Arbeitsmarkt sieht gut aus. Wenn die Menschen jedoch immer weniger für ihr Geld bekommen, machen sie in der Regel den amtierenden Präsidenten dafür verantwortlich.

Joseph E. Stiglitz, der im Jahr 2001 den Wirtschaftsnobelpreis erhielt, zusammen mit Paul R. Milgrom, Robert J. Shiller und Paul M. Romer sind unter den Unterzeichnern des Briefes.

dpa