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ZF Friedrichshafen schließt Werk in Lebring – Region und Belegschaft stehen vor Herausforderungen

ZF Friedrichshafen plant die Schließung seines Werks in Lebring bis Ende 2027, was mehr als 300 Arbeitsplätze gefährdet. Das Unternehmen begründet den Schritt mit einem schwierigen Marktumfeld und rückläufigen Produktionsvolumina.

ZF Friedrichshafen: Werk in Lebring wird geschlossen
KI-generiert

Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen hat angekündigt, seinen Standort im österreichischen Lebring bis 2027 zu schließen. Diese Entscheidung betrifft mehr als 300 Mitarbeiter, die von der Schließung betroffen sind.

Das Unternehmen führt die Schließung auf ein herausforderndes Marktumfeld zurück. Die Nachfrage sei rückläufig und die Produktionsvolumina hätten abgenommen. Zudem nennt ZF geopolitische und handelspolitische Unsicherheiten als Gründe für die Entscheidung. Unter den gegebenen Umständen sieht das Unternehmen keine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive für den Standort. Ein Fortbestand wäre nur durch erhebliche finanzielle Unterstützung anderer Werke möglich, so die Unternehmensführung.

Produktion wird verlagert

Am Standort Lebring werden unter anderem Komponenten für Fahrwerksysteme produziert. ZF plant, die Produktion an andere Standorte zu verlagern, insbesondere nach Polen und in die Slowakei.

Kritik von Arbeitnehmervertretern

Der Betriebsrat übt scharfe Kritik an der Entscheidung. Der Europäische Betriebsrat wirft dem Management vor, die Informations- und Mitbestimmungsrechte der Arbeitnehmer nicht ausreichend beachtet zu haben. Die geplante Schließung sei aus Sicht des Gremiums schwer nachvollziehbar, insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts. Der Betriebsrat fordert, Alternativen zur Schließung zu prüfen.

ZF hat angekündigt, zeitnah Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern zu führen, um Lösungen für die betroffenen Beschäftigten zu erarbeiten und die Folgen der Schließung abzufedern.

Unternehmensdruck und Anpassungen

Der Konzern sieht sich seit einiger Zeit einem erhöhten Druck ausgesetzt. Hohe Schulden und der Wandel in der Automobilindustrie zwingen viele Zulieferer zu Einsparungen und strukturellen Anpassungen. In den vergangenen Jahren hat ZF bereits mehrere Standorte überprüft und Einschnitte angekündigt.

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Ronny Winkler