Die deutschen Autoexporte brechen im ersten Halbjahr um vier Prozent ein, während die Importe, angeführt von China, um 16 Prozent steigen. Der Wert der ausgeführten Fahrzeuge sinkt erheblich, was die Herausforderungen der Branche verdeutlicht.
Zunehmende Herausforderungen für die deutsche Automobilindustrie: Exporte sinken, Importe steigen

Die aktuelle Lage der deutschen Automobilindustrie ist durch erhebliche Rückgänge bei den Exporten und gleichzeitig steigende Importe gekennzeichnet. Statistiken zeigen, dass im Zeitraum von Januar bis Juli dieses Jahres rund 2 Millionen Fahrzeuge aus Deutschland exportiert wurden, was einen Rückgang von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt.
Der Exportwert der in diesem Zeitraum ausgeführten Fahrzeuge betrug laut Angaben des Statistischen Bundesamts 73,5 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 8,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, als dieser noch über 80 Milliarden Euro lag. Besonders auffällig ist, dass etwa ein Drittel der exportierten Fahrzeuge nach Großbritannien geliefert wurde, was rund 258.000 Autos und einen Anteil von 13 Prozent ausmacht. Die USA und Italien folgen mit 245.000 (12,3 Prozent) und 147.000 (7,4 Prozent) Fahrzeugen.
Besonders besorgniserregend ist der Rückgang der Exporte in die Vereinigten Staaten, wo die Menge um 2,6 Prozent sank und der Wert auf 9,6 Milliarden Euro fiel, was einem Rückgang von 17,1 Prozent entspricht. In den USA sind Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor nach wie vor stark gefragt, mit einem Anteil von 80,8 Prozent, was einen Anstieg von 31,7 Prozent bedeutet. Weltweit liegt der Anteil der Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor bei 52,7 Prozent, während Elektroautos 28,1 Prozent und Hybridfahrzeuge 19,2 Prozent ausmachen.
Die Importseite zeigt ebenfalls alarmierende Trends. In den ersten sieben Monaten wurden rund 1,3 Millionen Fahrzeuge aus dem Ausland nach Deutschland importiert, was einem Anstieg von 16 Prozent entspricht. Der Wert dieser Importe belief sich auf 34,9 Milliarden Euro, was einem Plus von 12,6 Prozent entspricht. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor machen 43,7 Prozent der Importe aus, obwohl ihr Anteil um 9 Prozent gesunken ist. Demgegenüber stieg der Anteil der Elektroautos um 66,3 Prozent auf 24,4 Prozent.
Ein bedeutender Teil der importierten Neuwagen stammt aus China, das mit einem Anteil von 13,8 Prozent einen Anstieg von 120,9 Prozent verzeichnete. Damit hat sich China von der vierten auf die erste Position der Importländer vorgearbeitet. Tschechien folgt auf Platz zwei mit einem Anstieg von 22,9 Prozent und einem Gesamtanteil von 13,7 Prozent, während Spanien mit 12,4 Prozent den dritten Platz einnimmt. Im Gegensatz dazu verzeichneten die Importe aus den USA einen Rückgang von 5,1 Prozent.
Quellen: Bild, n-tv
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