Die Leiche einer jungen Frau wird 2020 in einem Kanal der Weser gefunden. Ein Gericht verurteilt zwei Männer und eine Frau. Nach einer Revisionsentscheidung wurde der Fall erneut verhandelt.
19-Jährige in Weser versenkt – Neues Strafmaß verhängt

Das Landgericht Verden hat erneut ein Urteil im Fall einer Frau, die in der Weser versenkt wurde, gefällt. Das Gericht hat sein Strafmaß am Dienstag nach unten korrigiert, wie eine Gerichtssprecherin nach dem Revisionsprozess mitteilte.
Gemäß dem Urteil muss der Hauptangeklagte für sieben Jahre und neun Monate im Gefängnis verbringen. Seine Ex-Frau wurde zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt, während sein Komplize drei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis muss. Das Strafmaß ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
Das Landgericht hatte die Angeklagten bereits im Jahr 2021 verurteilt. Es konnte damals nicht nachgewiesen werden, dass die Deutschen des Mordes schuldig waren. Das Gericht konnte nicht feststellen, wie das 19-jährige Opfer ums Leben kam. Im Frühjahr 2020 wurde sie von einem Binnenschiffer im Kreis Nienburg in einem Schleusenkanal gefunden – nackt und an eine Betonplatte gebunden im Fluss versenkt.
Im Jahr 2021 wurden die Angeklagten in dem Prozess wegen anderer Straftaten verurteilt. Der Hauptangeklagte erhielt eine achtjährige Haftstrafe, unter anderem wegen schwerer Zwangsprostitution des Opfers. Der damals 41-jährige Mann soll gemeinsam mit seinem besten Freund und seiner früheren Partnerin versucht haben, die junge Frau als Prostituierte zu vermarkten. Dabei war die junge Frau aufgrund einer paranoiden Schizophrenie nicht in der Lage, selbst über ihre Sexualität zu bestimmen.
Der Mitangeklagte, der damals 54 Jahre alt war, erhielt im ersten Verfahren eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten, während die Mitangeklagte, die damals 40 Jahre alt war, zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Verteidigung legten gegen das Urteil Berufung ein. Im Mai entschied der Bundesgerichtshof, dass die Strafen erneut verhandelt werden müssen, jedoch das Urteil des Landgerichts größtenteils rechtskräftig bleibt.
Das Landgericht gab bekannt, dass im Revisionsprozess das Strafmaß für alle drei Angeklagten gesenkt wurde. Die Kammer berücksichtigte dabei, dass die Tat schon lange zurückliegt. Darüber hinaus haben sich die Lebensumstände der beiden Mitangeklagten mittlerweile verbessert.








