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32 Krankheiten: Menschliches Handeln begünstigt Erregerübertragungen in 169 Ländern

Eine neue Analyse zeigt, dass menschliche Eingriffe in die Umwelt das Risiko von Krankheitsausbrüchen erheblich steigern. 32 Krankheiten in 169 Ländern sind betroffen, darunter Ebola und Malaria.

32 Krankheiten in 169 Ländern: Mensch fördert das Überspringen von Erregern
KI-generiert

Eine umfassende Analyse hat ergeben, dass der Mensch durch seine Eingriffe in die Umwelt das Risiko für das Überspringen von Krankheitserregern aus dem Tierreich signifikant erhöht. Diese Erkenntnis bezieht sich auf 32 verschiedene Krankheiten, die in 169 Ländern untersucht wurden.

Einfluss menschlicher Aktivitäten auf Krankheitsausbrüche

Zu den Krankheiten, die in der Studie betrachtet wurden, zählen HIV, Mpox, Ebola, Malaria und Borreliose. Diese Infektionskrankheiten stammen entweder direkt aus dem Tierreich oder werden durch Tiere wie Mücken oder Zecken übertragen. Die Forscher betonen, dass menschliche Aktivitäten, insbesondere die Zerstörung von Lebensräumen, einen entscheidenden Einfluss auf die Ausbreitung dieser Krankheiten haben.

Folgen der Corona-Pandemie als Beispiel

Die Corona-Pandemie verdeutlicht die weitreichenden sozialen und wirtschaftlichen Folgen, die aus solchen Übertragungen resultieren können. Laut der mehr als 30-köpfigen Forschergruppe um Rory Gibb vom University College London sind neu auftretende Infektionskrankheiten ein charakteristisches Merkmal des Anthropozäns. Die Studie zeigt, dass es einen klaren Zusammenhang zwischen menschlichen Eingriffen in die Natur und dem Auftreten von Krankheiten gibt.

Risikofaktoren für Krankheitsausbrüche

Für die Analyse wurden über 58.000 Dokumente zu Ausbrüchen von 32 Krankheiten ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen, dass die Risiken für Krankheitsausbrüche besonders hoch sind, wenn Menschen und Vieh in der Nähe von Wäldern und fragmentierten Ökosystemen leben. Solche Fragmentierungen entstehen häufig durch Abholzung, Urbanisierung, Bergbau und landwirtschaftliche Nutzung.

Klimawandel als weiterer Risikofaktor

Zusätzlich tragen Klimaveränderungen, wie etwa veränderte Niederschlagsmuster, zur Zunahme von Krankheitsrisiken bei. Dies betrifft insbesondere vektorübertragene Krankheiten, deren Erreger durch Insekten wie Mücken und Zecken verbreitet werden. Die Forscher weisen darauf hin, dass Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels helfen könnten, die Ausbreitung dieser Krankheiten zu verlangsamen.

Medizinische Versorgung als entscheidender Faktor

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Zugang zu medizinischer Versorgung. Die Studie zeigt, dass in Regionen, die näher an Krankenhäusern liegen, mehr Ausbrüche dokumentiert wurden. Dies ermöglicht eine schnellere Diagnose und Behandlung von Krankheiten. Die Forscher fanden heraus, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ausbruch bekannt wird, mit jeder zusätzlichen Stunde Fahrtzeit zu einem Behandlungszentrum um durchschnittlich 32 Prozent sinkt.

Schlussfolgerungen der Studie

Die Ergebnisse der Analyse verdeutlichen, dass es keine einheitliche Umweltformel gibt, die vorhersagen kann, wo neue Infektionskrankheiten auftreten werden. Die Übertragung von Krankheiten von Tieren auf Menschen ist in von Menschen veränderten Lebensräumen weit verbreitet, jedoch variieren die spezifischen menschlichen Aktivitäten, die zu Ausbrüchen führen, je nach Krankheit und Region.

“Unsere Resultate zeigen, dass keine einheitliche Umweltrezeptur vorhersagen kann, wo Ausbrüche neuer Infektionskrankheiten auftreten werden”, sagte Gibb.


Quellen: n-tv

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS