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Deutlich mehr Staus auf deutschen Autobahnen im Jahr 2023

ADAC-Staubilanz zeigt: Vor-Corona-Niveau nicht erreicht, Verkehr und Baustellen sorgen für mehr Staus in diesem Jahr.

Das Bundesland mit den meisten Staus war wie in den Vorjahren Nordrhein-Westfalen mit knapp 34 Prozent - wie hier auf der A3 im Autobahndreieck Köln-Heumar.
Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Im Vergleich zum Vorjahr gab es auf den deutschen Autobahnen im Jahr 2023 eine deutliche Zunahme von Staus und stockendem Verkehr. Allerdings wurde das Niveau vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019 laut der ADAC-Staubilanz nicht erreicht. Für das laufende Jahr erwartet der Autofahrerclub einen weiteren Anstieg des Verkehrs und auch der Staus – nicht zuletzt aufgrund der vielen Baustellen.

Laut dem ADAC hat sich die Gesamtdauer der Verzögerungen auf den Autobahnen im vergangenen Jahr auf 427.000 Stunden belaufen. Dies entspricht einem Anstieg um ein Viertel im Vergleich zum Jahr 2022, aber einem Rückgang um ein Sechstel im Vergleich zu 2019. Der Mittwoch und der Donnerstag waren die staureichsten Wochentage. Wie bereits in den Vorjahren gab es montags und an den Wochenenden die wenigsten Staus.

Der staureichste Tag des Jahres 2023 war jedoch ein Freitag: Am 29. September hätten viele Autofahrer das verlängerte Wochenende bis zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober für einen Kurzurlaub genutzt, erklärten die Verkehrsexperten in München. Es gab fast genauso viele Staus auf den Autobahnen im Mai am Freitag vor dem Pfingstwochenende und am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt.

Längster Stau des Jahres war 56 Kilometer lang

Die Staustunden stiegen bis zum Sommer kontinuierlich an, von 20.000 im Januar auf 43.500 in den Monaten Juli, August und September. Ab Oktober nahm die Anzahl der Staustunden dann wieder ab. Insgesamt wurden im letzten Jahr auf den Autobahnen 691 Staus mit einer Länge von mindestens 20 Kilometern vom ADAC registriert. Demnach gab es den längsten Stau mit 56 Kilometern im Januar nach einem Wintereinbruch auf der A 61 vor dem Dreieck Nahetal.

Wie in den Vorjahren war Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten Staus, mit knapp 34 Prozent, gefolgt von Bayern mit 15 Prozent und Baden-Württemberg mit 10 Prozent. Unter den überregionalen Autobahnen war die A 3 der Spitzenreiter in Bezug auf Staus, gefolgt von der A 8 und der A 10, dem Berliner Ring. Laut ADAC hat sich die Hoffnung, dass mit der Einführung des Deutschland-Tickets im Mai 2023 mehr Pendler vom Auto auf Bus und Bahn umsteigen würden und es morgens und nachmittags weniger Staus geben würde, nicht erfüllt.

dpa