Angeklagter bestätigt Geständnis, kann sich aber nicht an den Unfalltag erinnern und hatte keinen Führerschein.
Angeklagter räumt Vorwürfe ein

Der Angeklagte im Prozess um einen schweren Autounfall mit sieben Todesopfern in der Nähe von Bad Langensalza in Thüringen hat die Vorwürfe vollständig zugegeben. Dies wurde in einer Erklärung seines Verteidigers unmittelbar nach der Verlesung der Anklage am Amtsgericht Mühlhausen deutlich. Der 35-jährige Angeklagte stimmte der Erklärung seines Verteidigers zu. Der Vorsitzende Richter Rüdiger Richel bestätigte, dass diese Erklärung einem Geständnis entspricht.
In der Erklärung wurde auch erwähnt, dass der Angeklagte sich nicht mehr an den Unfalltag erinnern könne. Er habe jedoch den Tag anhand der Aktenunterlagen rekonstruieren können. Bei einer Befragung sagte der Mann, dass der Tag aus seinem Gedächtnis gelöscht sei.
Der 35-Jährige wird unter anderem wegen fahrlässiger Tötung in sieben Fällen, fahrlässiger Körperverletzung und Fahren ohne Fahrerlaubnis angeklagt. Nach Angaben der Anklage fuhr er mit zwei Bekannten auf einer Ortsumgehung von Bad Langensalza und geriet mit einem Auto in den Gegenverkehr. Es kam zu einer Kollision mit zwei weiteren Fahrzeugen. Dabei wurde ein Benzintank beschädigt, was zu einem Brand führte.
Sieben Personen kamen bei einem Autounfall Anfang April 2023 ums Leben, davon waren fünf gerade erst volljährig geworden. Zwei weitere waren 44 bzw. 60 Jahre alt. Außerdem wurden zwei weitere Personen schwer verletzt. Der Angeklagte selbst schwebte zeitweise in Lebensgefahr.
Der Angeklagte wurde von der Staatsanwaltschaft beschuldigt, zum Zeitpunkt des Unfalls schneller als erlaubt gefahren zu sein und keinen Führerschein zu besitzen. Außerdem wurde durch eine rekonstruierte Blutalkoholwertanalyse der Rechtsmedizin festgestellt, dass er mit einem Wert von mindestens 1,3 Promille absolut fahruntüchtig war. Trotzdem fuhr er vorsätzlich mit dem Fahrzeug, obwohl er wusste, dass er keinen Führerschein hatte und damit rechnen musste, dass er in diesem Zustand einen Unfall verursachen könnte. Im Jahr 2018 hatte der Mann seine Fahrerlaubnis verloren, da er betrunken Fahrrad gefahren war.








