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Angespannte Hochwasserlage: Talsperren voll, Deiche brüchig

Der Regen hat Folgen: Talsperren können das Wasser nicht mehr fassen, Deiche weichen auf. Viele Menschen mussten an den Weihnachtstagen raus aus ihrem Heim. Und die Lage bleibt angespannt.

Hochwasser umfließt die Ortschaft Ruthe im Landkreis Hildesheim.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Hunderte Menschen mussten über die Weihnachtsfeiertage aufgrund von Hochwasser ihre Häuser verlassen – steigende Flüsse und überfüllte Stauseen könnten weitere Menschen zur Flucht zwingen. Die Situation bleibt auch in den kommenden Tagen angespannt, wie es am Dienstag von den Behörden in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt hieß. Die Wettervorhersage bietet etwas Hoffnung: Am Mittwoch soll es laut Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Nordwesten etwas regnen, ansonsten bleibt es trocken mit teilweise größeren Auflockerungen.

Nach lang anhaltendem Regen hatte sich die Hochwassersituation in vielen Teilen Deutschlands während der Feiertage verschärft. In Sachsen-Anhalt wurden die rund 180 Bewohner des Ortes Thürungen am Dienstag aufgefordert, sich aufgrund drohender Überschwemmungen am Stausee Kelbra und an der Helme in Sicherheit zu bringen. In anderen Ortschaften der Region sollten sich die Einwohner auf mögliche Evakuierungen vorbereiten. Das genaue Ausmaß der möglichen Überschwemmungen war laut einer Sprecherin des Landkreises Mansfeld-Südharz schwer vorhersehbar.

Evakuierungen in Thüringen

Auch in Rinteln, Niedersachsen, und in Windehausen, Thüringen, mussten an Weihnachtsfeiertagen hunderte Menschen aufgrund von Hochwasser ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Wie hier, verwandelten auch in anderen Bundesländern über die Ufer tretende Flüsse die Umgebung in ausgedehnte Wasserlandschaften.

Ein Sprecher der Polizei teilte am frühen Mittwochmorgen mit, dass sich die Lage in Windehausen, Thüringen, am Dienstag deutlich entspannt habe. Die Pegelstände in Thüringen seien größtenteils gesunken. In Südniedersachsen, Northeim, und im Kreis Leer, Uplengen, brachen aufgeweichte Dämme. Helfer waren ununterbrochen im Einsatz, um die beschädigten Bollwerke mit Sandsäcken zu sichern.

Obwohl sich die Situation mit den abnehmenden Regenfällen in einigen Regionen zu beruhigen begann, standen andere Gebiete noch vor der kritischsten Phase. An der Elbe wurden die höchsten Wasserstände einer Hochwasserwelle erst ab Mittwoch erwartet. Dies wurde auf die Schneeschmelze und die starken Niederschläge im Riesengebirge zurückgeführt.

dpa