Auch am frühen Morgen war die A5 in Osthessen noch gesperrt. Wegen Schnee und Eisglätte können Lkw nicht weiterfahren. Es gibt aber auch andere Gründe.
Autobahn in Hessen weiter gesperrt – Weniger Schnee erwartet

Auch während der Nacht haben viele Lastwagen aufgrund von Schnee und Eis die A5 in Osthessen blockiert. Laut einer Polizeisprecherin war die Autobahn zwischen Gießen und Alsfeld seit Donnerstagmittag gesperrt.
Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) wird sich die Wetterlage heute nach den starken Schneefällen der Vortage entspannen. Es wird nur noch vereinzelt Neuschnee erwartet, vor allem im Norden. Auch am Samstag wird es größtenteils trocken bleiben.
In der Nacht hatten jedoch viele Autofahrer Schwierigkeiten mit den Straßenverhältnissen. Laut Polizei versucht man auf der A5, die Lastwagenfahrer dazu zu bringen, weiterzufahren. Dies wird jedoch nicht nur durch das Wetter erschwert.
Einige Fahrzeuge hätten keinen Treibstoff mehr, da die Fahrer ihre Heizungen laufen gelassen hätten. Zusätzlich würden einige Fahrer nicht starten, da sie sich an die gesetzlichen Ruhezeiten halten müssten. Aufgrund des Winterwetters hätten sich bereits in der vorherigen Nacht lange Staus gebildet, da Lkw auf glatten Straßen nicht mehr vorwärts gekommen oder quer über die Fahrbahn gerutscht wären.
Auch am Abend gab es Glätteunfälle, zum Beispiel in der Nähe von Freudenstadt in Baden-Württemberg. Nachdem ein Lkw wetterbedingt auf der B294 nicht mehr weiterfahren konnte und überholt werden musste, kollidierten fünf Fahrzeuge. Dabei wurden vier Menschen verletzt.
Wetterdienst meldet Zwischenhocheinfluss
Laut dem DWD gerät die polare Kaltluft unter Zwischenhocheinfluss und nur der Norden wird von Tiefausläufern gestreift. Heute werden im Norden und Nordwesten einzelne, im Küstenbereich häufigere und kräftigere Schnee- und Graupelschauer erwartet, vereinzelt mit Gewittern. An den Alpen wird mit abklingenden Schneefällen gerechnet. Ansonsten gibt es einen Wechsel von Sonne und Wolken. Über der Mitte und dem Süden herrscht meist leichter Dauerfrost. Ansonsten sind 0 bis 4 Grad zu erwarten, an der Küste bis zu 6 Grad.
Weiterhin wird berichtet, dass es in der Nacht zum Samstag möglicherweise nur noch vereinzelte Schneeschauer im äußersten Nordosten geben wird. Es wird erwartet, dass es stellenweise durch tagsüber geschmolzenen Schnee oder in Regionen mit dichtem Nebel durch gefrierende Nebelnässe glatt sein wird. Tagsüber wird es größtenteils trocken bleiben.
Rettungskräfte halfen mit Decken und heißen Getränken
Am Donnerstag waren viele Leute für mehrere Stunden in Staus auf Autobahnen gefangen. Schnee und rutschige Straßen hatten zu erheblichen Verkehrsbehinderungen geführt. Besonders betroffen waren die Autobahnen 3, 4, 5 und 7.
In Osthessen erhielten die Menschen in kilometerlangen Staus Decken und heiße Getränke von Rettungskräften. Auch im Süden von Nordrhein-Westfalen gab es Verkehrsstaus sowie auf der A3 in Nordrhein-Pfalz. Im Laufe des Tages entspannte sich die Situation auf den meisten Autobahnen wieder und die Staus lösten sich auf.
Am Donnerstag wurden am größten Flughafen Deutschlands, Frankfurt, immer noch Hunderte Flüge annulliert. Auch einige Schulen blieben geschlossen, zum Beispiel im Landkreis Göttingen im Süden Niedersachsens. Aufgrund der Witterungsbedingungen in Frankreich fielen ICE-Züge zwischen Stuttgart und Paris aus. Bereits am Mittwoch gerieten Menschen in weiten Teilen Deutschlands auf glatten Straßen und Wegen ins Rutschen. Es gab zahlreiche Unfälle im ganzen Land. Das ganz große Chaos blieb jedoch aus.








