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Razzien gegen Clankriminalität: Munition und Spielautomaten sichergestellt

In Razzien im Ruhrgebiet und in Berlin wurden scharfe Munition, Spielautomaten und unversteuerter Wasserpfeifentabak entdeckt. Mehrere Lokale wurden kontrolliert, es gab jedoch keine Festnahmen.

Die Polizei geht in Berlin-Neukölln gegen Clan-Kriminalität vor.
Foto: Christoph Soeder/dpa

Es gab Razzien im Ruhrgebiet und in Berlin im Rahmen der Bekämpfung von Clankriminalität. Während der Großkontrollen im Ruhrgebiet wurden unter anderem scharfe Munition und Spielautomaten sichergestellt. Shisha-Bars, Cafés und Spielhallen wurden von der Polizei durchsucht. Insgesamt handelte es sich um zehn Objekte in Herten, Bottrop und Gladbeck, wie von den Behörden angegeben. An den Großkontrollen waren neben der Polizei auch der Zoll, die Steuerfahndung, die Ordnungsämter und das Ausländeramt beteiligt.

Auch in Berlin-Neukölln führten die Behörden Kontrollen in mehreren Lokalen durch. Wie von der Polizei mitgeteilt, wurden etwa 50 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak gefunden. Des Weiteren wurden mehrere Fälle von Schwarzarbeit und unregelmäßiger Kassenführung festgestellt. Die Razzia wurde in Zusammenarbeit von Polizei, Ordnungsamt, Zoll und Finanzamt in sieben Lokalen durchgeführt. Insgesamt waren etwa 35 Polizeikräfte an dem Einsatz beteiligt. Zuvor hatte die «B.Z.» darüber berichtet.

Der Ausdruck Clankriminalität ist kontrovers, da er nach Meinung von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund ausschließlich aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert.

Schutz der Menschen soll sichergestellt werden

«Wir wollen das Sicherheitsgefühl der Menschen verbessern – und dazu gehört auch, dass wir regelmäßig gegen mögliche Aufenthalts- und Rückzugsorte von kriminellen Gruppen vorgehen. Die Bedeutung wurde jetzt auch nochmal durch die Verlängerung der SiKo Ruhr bestätigt», sagte Recklinghausens Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen.

Die Sicherheitskooperation zur Bekämpfung der Clankriminalität (SiKo), eine nach Angaben des NRW-Innenministeriums bundesweit einzigartige Dienststelle, wurde vor wenigen Tagen bis mindestens 2030 verlängert. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) will mit dem Projekt den «Clankriminellen weiter das Wasser abgraben». Die Siko Ruhr war 2020 im Rahmen der sogenannten Ruhr-Konferenz an den Start gegangen. Die Initiative der Landesregierung mit zahlreichen Projekten soll der Metropole Ruhr Auftrieb geben.

Bei den Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen wurden mehrere Strafanzeigen aufgrund des Verdachts des illegalen Glücksspiels, Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, des Verdachts des illegalen Aufenthalts und Verkehrsvergehen gestellt. Des Weiteren wurden mehrere Kilogramm unversteuerter Tabak und unversteuerte Zigarettenstangen sichergestellt. Es fanden keine Festnahmen statt.

dpa