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DLRG mit Zahlen: Wie viele Menschen sind 2023 ertrunken?

Heiße Sommertage locken viele Menschen ans kühle Nass – aber im Wasser drohen auch Gefahren. Bis Ende Juli 2023 ertranken zwar weniger Menschen als im Vorjahreszeitraum. Aber wie war es im Gesamtjahr?

Die DLRG-Lebensretter stellen ihre Statistik zu den Todesfällen durch Ertrinken für 2023 vor.
Foto: Uwe Anspach/dpa

In den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres starben bundesweit deutlich weniger Menschen bei Badeunfällen als im Vorjahreszeitraum. Aber wie sah es im Gesamtjahr aus? Das weiß die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die heute (11.00 Uhr) in Hannover ihre Statistik zu Todesfällen durch Ertrinken für 2023 vorstellt.

Gemäß früheren Angaben ertranken bis zum Stichtag 25. Juli des vergangenen Jahres mindestens 192 Menschen in deutschen Gewässern – 21 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die Organisation aus Bad Nenndorf in Niedersachsen hatte für 2022 mindestens 355 Badetote in Deutschland gemeldet, was 56 mehr waren als im Jahr zuvor.

Badeunfälle in den Bundesländern

Die DLRG-Lebensretter führen laut eigenen Angaben seit dem Jahr 2000 die Statistik, um über Gefahren am und im Wasser aufzuklären. In diesem Zusammenhang plant die Organisation auch einen Blick auf den bevorstehenden Sommer und die diesjährige Badesaison zu werfen.

Die meisten tödlichen Badeunfälle ereigneten sich bis Ende Juli an unbewachten Gewässern im Binnenland, nicht am Meer: In Flüssen, Bächen, Teichen oder Seen ertranken bis dahin 179 Menschen. In Nord- und Ostsee starben 9 Menschen, 4 mehr als im Vorjahreszeitraum. Dort bewachen laut DLRG meist ehrenamtliche Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer zwischen Mai und September viele Strände.

Nach den vorliegenden Daten entwickelte sich die Anzahl der Badeunfälle in den Bundesländern unterschiedlich: In Bayern ertranken in den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres 30 Menschen – nach 44 im Vorjahreszeitraum. In Hamburg stieg die Zahl der Ertrunkenen von 4 auf 9. In Schleswig-Holstein ertranken bis zum Stichtag Ende Juli 9 Menschen nach 13 im Vorjahreszeitraum, in Niedersachsen sank die Zahl der Todesfälle von 25 auf 18.

dpa