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Drei chinesische Raumfahrer wieder zurück auf der Erde

Ein halbes Jahr lang lebten die zwei Männer und eine Frau auf der chinesischen Raumstation «Tiangong» im All. Diese übergaben sie nun an ihre Nachfolger. Was erwartet die neuen Astronauten?

Die chinesischen Astronauten der Mission «Shenzhou 20» sollen sechs Monaten auf Chinas Raumstation «Tiangong» leben. (Archivbild)
Foto: Andy Wong/AP/dpa

Nach rund einem halben Jahr im Weltall sind drei chinesische Astronauten wieder auf der Erde gelandet. Die Raumkapsel der «Shenzhou 19»-Crew mit dem Kommandanten Cai Xuzhe, der Ingenieurin Wang Haoze und dem früheren Luftwaffenpiloten Song Lingdong setzte kurz nach 13.00 Uhr (Ortszeit) auf dem Boden in der nordchinesischen Wüste Gobi auf, wie im Staatsfernsehen zu sehen war. 

Laut der Behörde für bemannte Raumfahrt waren alle Insassen in Ordnung. Eigentlich hätte das Trio bereits am Vortag zur Erde zurückkehren sollen. Aufgrund schlechter Wetterbedingungen um die Landezone in der Inneren Mongolei wurde die Landung jedoch verschoben.

Übergabe an neue Crew

Zuvor hatte die neue Crew der «Shenzhou 20»-Mission die drei auf Chinas Raumstation «Tiangong» (Himmelspalast) abgelöst. Auch die neue Mannschaft um Chen Dong, Chen Zhongrui und Wang Jie soll ein halbes Jahr im All bleiben. 

Geplant sind wie bei früheren Missionen wissenschaftliche Experimente. Die Raumfahrer sollen die Auswirkungen des Lebens im All an kleinen Fischen und Würmern erforschen. Die Raumfahrtbehörde erhofft sich Erkenntnisse aus den Ergebnissen, um Gesundheitsprobleme bei Menschen im All zu lösen. Außerdem stehen Außeneinsätze für das Trio an sowie die Installation neuer Schutzvorrichtungen gegen Weltraumschrott und weiterer Geräte.

Vorbereitungen für Mondmission

Die «Tiangong» ist seit 2021 durchgehend bemannt und bildet den zentralen Baustein für Pekings ambitioniertes Weltraumprogramm. China konnte im vergangenen Jahr erfolgreich mit einer unbemannten Mission erstmals Bodenproben von der Rückseite des Mondes zurück zur Erde bringen. 

China liefert sich mit anderen Raumfahrernationen wie den USA ein Rennen um den Erdtrabanten. Bis 2030 will Peking eine bemannte Mondlandung vollbracht haben. Die Vorbereitungen und Test der dafür vorgesehenen Systeme und Ausrüstung liefen nach Plan, erklärte die Raumfahrtbehörde vor dem Start der «Shenzhou 20»-Mission.

dpa