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Blutbad in Wiener Bordell: Tatverdächtiger vernommen

Der 27-jährige Mann wurde nach dem gewaltsamen Tod von drei Frauen festgenommen. Er führte die mutmaßliche Tatwaffe, ein Messer, noch bei sich.

Drei Frauen sind in einem Bordell in Wien-Brigittenau tot aufgefunden worden. Ein Tatverdächtiger befindet sich in Polizeigewahrsam.
Foto: Georg Hochmuth/APA/dpa

Der genaue Ablauf und das Motiv für den gewaltsamen Tod von drei Frauen in einem Wiener Bordell bleiben nach wie vor unklar. Ein 27-jähriger Verdächtiger wurde laut Polizeiangaben am Samstag befragt. Er wurde am Freitagabend in der Nähe des Tatorts in einem Park festgenommen, nachdem er sich aggressiv verhalten hatte und mit einer Elektroschockpistole außer Gefecht gesetzt worden war, sagte ein Polizeisprecher am Samstag der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Er hatte angeblich noch das Messer, das als Tatwaffe diente, bei sich. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann Schnittverletzungen, die er sich wahrscheinlich selbst zugefügt hat, während er die Tat ausführte.

Wohl keine Tatzeugen

Beim Eintreffen der Beamten bot sich ein schreckliches Bild. Die getöteten Frauen wiesen heftige Schnitt- und Stichverletzungen auf, so dass den Einsatzkräften klar war, dass jede ärztliche Hilfe zu spät kam. Das Tatgeschehen erstreckte sich auf mehrere Räumlichkeiten, in denen die Leichen in verschiedenen Zimmern gefunden wurden. Die bisher nicht identifizierten Opfer wurden mit ungemein heftiger Gewalt angegangen.

Der 27-Jährige war nach bisherigen Erkenntnissen der letzte Besucher in dem Studio. Zeugen der Tat gibt es laut aktuellem Ermittlungsstand keine. Ob der Mann dort Dienstleistungen in Anspruch genommen hat oder sogleich mit einem Messer auf die Frauen losging, war weiterhin unklar.

Die Polizei wurde von einem Passanten alarmiert, der eine Blutspur bemerkt hatte. Diese führte vom Eingangsbereich des Lokals bis auf die gegenüberliegende Straßenseite. Dort trafen die Beamten auf den 27-Jährigen.

dpa