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Blutspendenrückgang durch Feiertage und Krankheitswelle

DRK hofft auf mehr Kontinuität bei den Spenden, um Engpässe zu vermeiden.

Eine Blutspende kann bis zu drei Menschen helfe (Symbolbild).
Foto: Jens Kalaene/dpa

Feiertage, Winterwetter und Krankheitswelle haben bundesweit zu einem deutlichen Rückgang der Blutspenden geführt. «Wir können den Kliniken zurzeit weniger liefern», sagte Stephan David Küpper, Pressesprecher für die DRK-Blutspendedienste, der Deutschen Presse-Agentur. Seit Anfang des Jahres sei die Situation angespannt. 

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) strebt normalerweise danach, ausreichend Blutreserven zu haben, um im Notfall die Versorgung für vier Tage sicherzustellen, erklärte Küpper. Aktuell reicht die Versorgung bei einigen Blutgruppen jedoch nur für etwa 1,5 Tage aus.

Wer krank ist, soll nicht spenden

Die Gründe: Erst waren es seinen Angaben nach die Feiertage, nun können viele Menschen nicht zur Spende kommen, weil sie krank sind. «Das wirkt sich unmittelbar auf die Blutspende aus.» Menschen mit akuten Atemwegsinfektionen, etwa einer Grippe oder einer Erkältung, sollen nicht Blut spenden. Danach gilt den Empfehlungen des DRK zufolge eine Sperrzeit von ein bis vier Wochen. «Das verschärft die Probleme», sagte Küpper. Hinzu seien zuletzt Schnee, Eis und Kälte gekommen. Viele Menschen bleiben bei dem Wetter lieber zu Hause, anstatt zur Blutspende zu gehen. 

Die DRK hofft, dass sich dies in den nächsten Tagen und Wochen ändern wird. Der DRK-Aufruf könnte viele Menschen dazu veranlassen, kurzfristig Termine zu vereinbaren, sagte Küpper. Dies könnte zu längeren Wartezeiten bei der Terminvergabe führen. Spendenwillige sollten sich dadurch nicht abschrecken lassen. Falls in den nächsten Tagen kein Termin verfügbar ist, ist es umso wichtiger, erst in einigen Wochen zu kommen.

«Wir brauchen mehr Kontinuität bei den Spenden, sowas wie eine Blutspende-Routine.» Dann würde auch keine Schieflage wie jetzt entstehen, betonte Küpper.

dpa