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Ein neuer Mini-Planet könnte das Bild unseres Sonnensystems verändern

Die Entdeckung ist das Werk des Astronomen Matthew Holman, der am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge tätig ist.

Jenseits der Plutobahn: Mini-Planet am Rand des Sonnensystems entdeckt
KI-generiert

Entdeckung eines neuen Objekts im äußeren Sonnensystem

Ein bemerkenswerter Himmelskörper, der die Sonne in einer noch entfernteren Bahn als Pluto umkreist, wurde von Wissenschaftlern mit einem Teleskop in Chile entdeckt. Vorläufig trägt dieser Körper den Namen 2026 ED138 und könnte einer der größten sowie hellsten Himmelsobjekte jenseits der Plutobahn sein. Erste Analysen des Vera C. Rubin Observatory deuten darauf hin, dass es sich möglicherweise um einen neuen Zwergplaneten handelt.

Die Entdeckung ist das Werk des Astronomen Matthew Holman, der am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics in Cambridge tätig ist. Er wertete Daten aus, die im Jahr 2026 vom Observatorium gesammelt wurden. Durch einen eigens entwickelten Suchalgorithmus durchsuchte er Milliarden von Aufzeichnungen beweglicher Objekte und identifizierte ED138. Die Helligkeit und Distanz des Objekts lassen Rückschlüsse auf seine außergewöhnliche Größe zu.

Umlaufbahn und Dimensionen von ED138

Gegenwärtig befindet sich ED138 in einer Entfernung von etwa 46 Astronomischen Einheiten (AE) zur Sonne. Zum Vergleich: Pluto liegt im Durchschnitt bei 40 AE. Die Einstufung eines Himmelskörpers als Zwergplanet basiert auf verschiedenen Kriterien, insbesondere seiner Größe und Form. Forscher schätzen den Durchmesser von ED138, basierend auf dessen Helligkeit, Entfernung und geschätzter Oberflächenreflexion, auf Werte zwischen 600 und 1500 Kilometern. Eisige Objekte dieser Art sind in der Regel rund, was eine weitere Voraussetzung für die Klassifizierung als Zwergplanet darstellt.

Einblicke in die Entdeckung

Ralf Jaumann, ein Planetenforscher an der Freien Universität Berlin, äußerte sich zu den aktuellen Erkenntnissen über ED138. Er betonte, dass die Bahn des Objekts bereits relativ präzise bekannt sei, während die Schätzung seiner Größe noch ungenau bleibt. Sollte der Durchmesser tatsächlich 1500 Kilometer betragen, stehen die Chancen gut, dass ED138 als Zwergplanet anerkannt wird. Jaumann sieht in ED138 einen vielversprechenden Kandidaten, auch wenn viele andere Himmelskörper ebenfalls in die engere Wahl kommen könnten.

Der gegenwärtige Stand der Zwergplaneten im Sonnensystem

Die Entdeckung von ED138 verdeutlicht, dass mit modernen Teleskopen wie dem erst kürzlich in Betrieb genommenen Vera C. Rubin Observatory weiterhin bedeutende Fortschritte in der Erforschung des äußeren Sonnensystems erzielt werden können. Die künftige Analyse der gesammelten Daten könnte zu weiteren spannenden Erkenntnissen über die Eigenschaften und die Beschaffenheit von Himmelskörpern in diesem Bereich führen.


Quellen: n-tv, Der Spiegel

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS