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Entdeckung von mineralisierten Blutkörperchen in 115 Millionen Jahre altem Dinosaurier-Fossil

Die Forscher entdeckten die Hinweise in den Knochen eines Dinosauriers der Art Aratasaurus museunacionali, der im Nordosten Brasiliens lokalisiert wurde.

115 Millionen Jahre überdauert: Forscher entdecken versteinertes Blut in Dino-Fossil
Bildquelle: Lucas George Wendt auf Unsplash

Ein internationales Forschungsteam hat in einem Fossil, das auf ein Alter von 115 Millionen Jahren geschätzt wird, bemerkenswerte Spuren von mineralisierten roten Blutkörperchen gefunden. Diese bahnbrechende Entdeckung könnte erhebliche neue Einsichten in die Biologie längst ausgestorbener Tierarten ermöglichen.

Chronologischer Ablauf

Die Forscher entdeckten die Hinweise in den Knochen eines Dinosauriers der Art Aratasaurus museunacionali, der im Nordosten Brasiliens lokalisiert wurde. Die Analyse ergab, dass die alten Blutkörperchen durch den Kontakt mit Manganoxid-Mineralen, insbesondere Hausmannit, mineralisiert wurden, was zu ihrem außergewöhnlichen Erhalt beigetragen haben könnte. Das Team schätzt, dass das Tier noch nicht ausgewachsen war und ein Gewicht von etwa 32 Kilogramm hatte.

Auslöser der Entdeckung

In einem Hinterbeinknochen fanden die Wissenschaftler Gefäßkanäle, die ellipsoide Mikrostrukturen enthielten. Diese wiesen einen Durchmesser von ungefähr 20 Mikrometern auf und erinnerten stark an die Struktur von roten Blutkörperchen. Durch Massenspektrometrie konnten die Forscher die eisenhaltige Verbindung Häm identifizieren, die ein zentraler Bestandteil des Hämoglobins ist und für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich ist.

Folgen der Erkenntnisse

Die Erstautorin der Studie, Kliti Grice von der Curtin University in Perth, äußerte sich zu den Ergebnissen:

“Die Nachweise von intakten Häm-Molekülen in 115 Millionen Jahre alten roten Blutkörperchen sind einfach erstaunlich.”

Diese Ergebnisse könnten eine neue Ära der molekularen Paläontologie einleiten, die es Wissenschaftlern ermöglicht, die Evolution von Blut, Stoffwechsel und Aktivitäten ausgestorbener Tiere zu untersuchen.

Stand der Forschung

Grice und ihr Team argumentieren, dass die Entdeckung die vorherrschenden Annahmen in Frage stellt, die besagen, dass bestimmte Biomoleküle wie Hämoglobin nicht über lange geologische Zeiträume erhalten bleiben können. Martin Van Kranendonk, ein Planetenforscher von der Curtin University, der nicht an der Studie beteiligt war, ergänzt:

“Diese Studie demonstriert, wie molekulare Strukturen auch unter ungünstigen Bedingungen über Jahrmillionen geschützt bleiben können, was auch für die Astrobiologie sowie die Suche nach Leben im Universum von Bedeutung ist.”

Die Ergebnisse wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.


Quellen: n-tv

Bildquelle: Bildquelle: Lucas George Wendt auf Unsplash

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

TS