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Erdbeben erschüttert Region um New York

Ein Schreck: Rund um die Millionenmetropole New York hat die Erde gewackelt. Berichte über Schäden gibt es zunächst nicht. Das Empire State Building teilt mit: «Mir geht es gut.»

Die Skyline von New York City (Archivbild).
Foto: Frank Franklin II/AP/dpa

Ein Erdbeben hat die Gegend um die Millionenstadt New York erschüttert. Es gab zunächst keine Berichte über Verletzte oder Sachschäden. Laut der zuständigen US-Behörde hatte das Beben eine Stärke von 4,8 und ereignete sich in einer Tiefe von 4,7 Kilometern. Das Epizentrum befand sich in der Nähe von Lebanon im US-Bundesstaat New Jersey, etwa 65 Kilometer westlich von New York City.

«Das war eines der größten Erdbeben an der Ostküste in 100 Jahren», sagte die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul. Die Überprüfungen von Infrastruktur und Suche nach Schäden werde «extrem ernst» genommen. «Glücklicherweise sind wir hier in New York Meister der Desaster. Wir wissen, wie wir damit umgehen.»

Das Beben war Berichten zufolge etwa eine knappe Minute lang in einem breiten Umkreis rund um das Epizentrum und entlang der Küste etwa von Baltimore bis ins rund 600 Kilometer weiter nördlich gelegene Boston zu spüren. In Manhattan kam es als leichtes Grummeln an, das trotzdem vielen Menschen einen Schreck verursachte. Hunde fingen an zu bellen, viele Menschen verließen ihre Häuser. Auch im Stadtteil Brooklyn waren die Erdstöße deutlich zu spüren: «Das gesamte Gebäude hat gewackelt», sagte eine Bewohnerin im Viertel Greenpoint. Ihre Nachbarin sagte, sie habe sich noch nie so erschreckt.

Verkehr war eingeschränkt

Mehrere Flughäfen in der Region haben vorübergehend den Flugverkehr eingestellt, um mögliche Schäden an den Start- und Landebahnen zu überprüfen. Ebenso wurden einige Tunnel und Zugstrecken vorübergehend geschlossen, um Inspektionen durchzuführen. Die Bevölkerung wurde über Warnhinweise auf ihren Handys informiert und auf die Möglichkeit von Nachbeben hingewiesen.

Das Weiße Haus teilte mit, dass US-Präsident Joe Biden über das Beben informiert wurde. Er stehe in Kontakt mit seinem Team, das die möglichen Auswirkungen beobachte. Auch New Yorks Bürgermeister Eric Adams wurde informiert. «Wir haben derzeit keine Berichte über größere Auswirkungen, aber wir prüfen weiter», teilte sein Sprecher Fabien Levy mit. Der New Yorker Feuerwehr und Polizei lagen zunächst ebenfalls keine Informationen über Schäden vor.

Bislang keine weitreichenden Schäden

Zahlreiche Schulen und Kindergärten informierten die Eltern umgehend darüber, dass alles in Ordnung sei. «Die einzige Sache, die heruntergefallen ist, war eine Box mit Taschentüchern», hieß es von einer Grundschule auf der Upper West Side in Manhattan. 

Auch im UN-Hauptquartier im Osten Manhattans war das Beben zu spüren, als der Sicherheitsrat gerade zum Konflikt in Nahost tagte. Die gerade sprechende Vorsitzende der Nichtregierungsorganisation Save the Children, Janti Soeripto, hielt inne. «Sie lassen den Boden wackeln», kommentierte daraufhin der palästinensische UN-Botschafter Riyad Mansour. Die Betreiber des berühmten Empire State Buildings ließen den Wolkenkratzer via des Online-Portals X, vormals Twitter, selbst kommentieren: «I am Fine», auf Deutsch etwa: «Mir geht es gut.»

dpa