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Ermittlungsverfahren nach Brand in Seniorenheim

Nach dem verheerenden Brand mit vier Toten in einer Seniorenresidenz hat die Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen einen Bewohner eröffnet. Das Altenheim ist vorerst unbewohnbar.

Nach dem Brand ist das Seniorenheim in Bedburg-Hau vorerst unbewohnbar.
Foto: Christoph Reichwein/dpa

Die Staatsanwaltschaft hat nach dem Brand in einem Seniorenheim in Bedburg-Hau mit vier Toten ein offizielles Ermittlungsverfahren gegen einen 71-jährigen Bewohner eingeleitet. Der zuständige Oberstaatsanwalt Johannes Hoppmann aus Kleve sagte am Dienstag, dass die Vorwürfe der fahrlässigen Brandstiftung, fahrlässigen Körperverletzung und fahrlässigen Tötung untersucht werden.

Laut dem Oberstaatsanwalt befand sich der Brandherd im Zimmer des Bewohners. Er machte keine weiteren Angaben dazu. Ein externer Brandsachverständiger wurde hinzugezogen, um die Ermittlungen zu unterstützen.

Am Montagmorgen starben vier Menschen durch das Feuer. Die Ermittler gaben an, dass es sich um zwei 50- und 74-jährige Frauen sowie um zwei 66-jährige Männer handelte, die in der Residenz lebten. Über 20 Menschen wurden verletzt. Die Betreiberfirma gab an, dass 15 Menschen im Krankenhaus behandelt wurden.

Das Gebäude sei vorerst weiterhin unbewohnbar, sagte der Oberstaatsanwalt. Die Bewohner könnten «aktuell nicht zurückkehren». Die Seniorenresidenz hat 84 Plätze. 65 Bewohnerinnen und Bewohner seien noch am Montag in andere Einrichtung in der Umgebung gebracht worden, sagte eine Sprecherin des Betreibers. Dabei hätten auch Altenheime anderer Unternehmen ihre Hilfe angeboten.

Die Sprecherin berichtete, dass im Gebäude nach dem Brand unter anderem die Ruf- und Brandmeldeanlage beschädigt seien. Zudem müsse nun die genaue Ursache des Feuers ermittelt werden.

Nach den bisherigen Erkenntnissen brach das Feuer in einem Zimmer der Residenz aus und griff dann auf weitere Zimmer über. Die Feuerwehr wurde um 3.50 Uhr durch die automatische Brandmeldeanlage alarmiert, so ein Sprecher. Es folgte ein dramatischer Einsatz, bei dem die Rettungskräfte unter anderem Fenster einschlugen, um Bewohner zu retten.

dpa