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Fall Block – Weitere Durchsuchungen

In der Silvesternacht holten Unbekannte zwei Kinder der Hamburger Unternehmerin Christina Block aus Dänemark nach Deutschland. Nun wurde erneut das Hotel der Familie durchsucht. Weshalb?

Im Zusammenhang mit dem Block-Sorgerechtsstreit gab es weitere Durchsuchungen.
Foto: Georg Wendt/dpa

Im Zusammenhang mit dem Sorgerechtsstreit der Familie Block hat die Polizei am Donnerstag erneut ein zur Familie gehörendes Hotel und die Firmenzentrale in Hamburg durchsucht. Das bestätigten die Hamburger Staatsanwaltschaft und eine Sprecherin der Blockgruppe. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet. 

«Im Zuge von Ermittlungen wegen der gewaltsamen Verbringung zweier Kinder der Beschuldigten Block nach Deutschland hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichts Hamburg bei der Block Systems GmbH sowie im Grand Hotel Elysée Hamburg vollstreckt. Die Maßnahme diente der Auffindung weiterer Beweismittel. Nähere Angaben sind aktuell nicht möglich», hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft.

Vor kurzem wurde der europäische Haftbefehl gegen die Hamburger Unternehmerin Christina Block (50) aufgehoben, wie ihr Anwalt angibt. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hat sich nicht zur Aufhebung des Haftbefehls geäußert.

Laut früheren Angaben der Behörde wird gegen Christina Block und andere Personen wegen des Verdachts der Entziehung Minderjähriger und anderer Straftaten ermittelt. Am 12. Januar wurde das Wohnhaus der Unternehmerin von der Staatsanwaltschaft durchsucht. Ermittler suchten auch im Hotel Elysée, das zur Block-House-Gruppe gehört, und in der Firmenzentrale in Langenhorn nach Beweismaterial.

Seit Jahren Streit um das Sorgerecht

Unbekannte hatten in der Silvesternacht zwei Kinder der Hamburger Unternehmerin aus Dänemark nach Deutschland gebracht. Nach einigen Tagen bei ihrer Mutter wurden sie aufgrund eines Gerichtsbeschlusses nach Dänemark zurückgebracht.

Christina Block und ihr Ex-Mann (49) kämpfen seit langem vor Gericht um das Sorgerecht für ihre vier Kinder, von denen die beiden jüngsten seit über zwei Jahren bei ihrem Vater in Dänemark leben, obwohl das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg im Oktober 2021 vorläufig das Aufenthaltsbestimmungsrecht auf die Mutter übertragen hatte. Am 19. Februar entschied dasselbe Gericht jedoch, dass deutsche Gerichte nicht mehr zuständig seien, da die Kinder mittlerweile ihren festen Lebensmittelpunkt in Dänemark haben.

dpa