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Geburtenrekord bei Kegelrobben auf Helgoland

Die Wurfsaison bei Deutschlands größten Raubtieren, den Kegelrobben, geht zu Ende. Für die beiden Aufzuchtstationen an den Küsten bedeutet das viel Arbeit. Helgoland zählte besonders viele Jungtiere.

Die Seehundstationen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein nehmen die Jungtiere in ihre Obhut. (Symbolbild)
Foto: Sina Schuldt/dpa

Die Wurfsaison der Kegelrobben neigt sich dem Ende zu – die beiden Seehundstationen in Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben in den letzten Wochen bereits Dutzende von Jungtieren aufgenommen. In der Seehundstation in Friedrichskoog wurden in dieser Saison ungefähr 30 kleine Kegelrobben betreut, während es in der Station in Norddeich derzeit 17 sind, wie die Einrichtungen berichteten.

Der Verein Jordsand meldete, dass auf Helgoland ein Geburtenrekord bei den Tieren erfasst wurde. Es liegen noch keine Zahlen zu den Kegelrobben-Geburten an der Wattenmeerküste vor.

In der Wurfsaison 2023/24 wurden an einem Tag 793 Jungtiere an den Stränden der Hochseeinsel erfasst, wie Damaris Buschhaus vom Verein Jordsand sagte. «Bisher wurde in keinem Winter eine höhere Geburtenzahl auf der Helgoländer Düne gezählt.» Die Norddeicher Station teilte mit, die Aufnahmezahlen lägen in etwa im langjährigen Mittel.

Unterstützung in den ersten Wochen

In den ersten Wochen ihres Lebens sind die jungen Robben sehr empfindlich gegenüber Störungen. Im Gegensatz zu Seehundbabys können sie aufgrund ihres weißen, langhaarigen Babyfells anfangs nicht schwimmen. Erst nach dem Fellwechsel gehen sie ins Wasser.

Von November bis Januar bringt der Nachwuchs der größten Raubtiere Deutschlands das Licht der Welt. Die streng geschützten Tiere können im ausgewachsenen Zustand bis zu 2,5 Meter lang und 300 Kilogramm schwer werden.

Kegelrobben galten als vermeintliche Konkurrenz für Fischer und wurden im Laufe der Jahrhunderte in der Nordsee fast vollständig ausgerottet. Seit den 1980er Jahren haben sich jedoch wieder Kolonien gebildet, wie zum Beispiel auf der Helgoländer Düne.

Bei der Zählung erwachsener Kegelrobben im Frühjahr 2023 wurden auf Helgoland etwa 1400 und im Wattenmeer von Niedersachsen und Hamburg ungefähr 1200 Tiere registriert. Zusätzlich wurden etwa 170 Kegelrobben im schleswig-holsteinischen Teil gezählt.

dpa