Sprühregen und frostige Temperaturen sorgen in Teilen Deutschlands für gefährlich glatte Straßen. Mancherorts hat es schon gekracht, in der Hauptstadt ist derweil vom Ausnahmezustand die Rede.
Glatteis auf deutschen Straßen

Am Donnerstagabend wurden Fußgänger und insbesondere Autofahrer in einigen Teilen Deutschlands durch gefährliche Eisglätte vor Schwierigkeiten gestellt.
Die Feuerwehr in Berlin hat auf der Online-Plattform X, ehemals Twitter, über einen Ausnahmezustand und eine hohe Auslastung gesprochen. Alle verfügbaren Rettungswagen sind im Einsatz. In Potsdam gab es aufgrund des Glatteises mehrere Verkehrsunfälle, wie auch die Feuerwehr dort auf X mitteilte.
Auch in Niedersachsen mussten die Menschen am Abend mit glatten Straßen und rutschigen Gehwegen rechnen. Eine offizielle Warnung vor deutlicher Glätte durch gefrierenden Regen betrifft einen Bereich zwischen Uelzen und Göttingen über die Region Hannover bis nach Osnabrück und ins südliche Emsland. Nur der Norden von Niedersachsen bleibt unberührt.
Wetterdienst ruft zur Vorsicht auf
Der Deutsche Wetterdienst warnte ab dem Nachmittag vor erhöhter Glättegefahr durch gefrierende Nässe. Es wurde zur Vorsicht aufgerufen. In Berlin wurde die Bevölkerung via Warn-App «Nina» informiert: Im gesamten Stadtgebiet sei mit «markanter Glätte» vor allem auf den Gehwegen zu rechnen. Auf vermeidbare Aktivitäten im Freien sollten die Menschen besser verzichten, hieß es.
Die Experten des DWD warnten auch für Teile von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vor der Gefahr von Glatteis. Ein DWD-Sprecher sagte am Donnerstagabend, dass insbesondere die Region zwischen dem Harz und der Altmark in Sachsen-Anhalt betroffen sei, aber auch der Norden von Sachsen und der Südharz in Thüringen.
In Nordrhein-Westfalen kam es glättebedingt allein in der Stadt Hamm bereits zu einem Dutzend Unfällen ohne Personenschäden. Warnungen gab es außerdem unter anderem im Kreis Borken, in Paderborn und in Münster, wo am Abend eine Bauerndemonstration mit rund 1900 Traktoren stattfand. Auch die Stadt Oberhausen warnte die Autofahrer. Streuwagen seien unterwegs. «Bitte fahren Sie vorsichtig», hieß es.
Laut dem Deutschen Wetterdienst besteht die Möglichkeit, dass es auch am Freitagvormittag aufgrund von gefrierendem Sprühregen oder Schneegriesel glatt wird.








