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Gorilla-Dame Fatou feiert 67. Geburtstag im Berliner Zoo

Als sie einst nach Berlin zog, gab es dort noch keine Mauer. Inzwischen ist die Ära als geteilte Stadt schon längst wieder Geschichte – und Gorilla-Dame Fatou immer noch im Zoo zu sehen. Sie gilt als der älteste Gorilla der Welt.

Gorilla Fatou feiert ihren 67. Geburtstag im Zoo Berlin.
Foto: Paul Zinken/dpa

Laut dem Berliner Zoo ist Fatou der älteste Gorilla der Welt und feiert dort am Samstag ihren 67. Geburtstag. Schon am Freitag gab es eine Geburtstagsüberraschung für die Gorilla-Dame: Zweige, Blätter, Salat, Weintrauben, Banane und etwas Melone waren Teil des Geburtstagskorbs.

Laut dem Zoo durften jedoch nicht zu viele Früchte sein: Fatou muss, genauso wie Menschen, bei Süßigkeiten Maß halten. In ihrem fortgeschrittenen Alter benötigt Fatou sehr weiche Nahrung, die sie auch ohne Zähne gut kauen kann.

Fatous Geburtstag ist wirklich etwas Besonderes: Gorillas könnten in der Wildnis bis zu 35 Jahre alt werden, in menschlicher Obhut normalerweise bis zu 50 Jahre, erklärt der Berliner Zoo. Die Gorilla-Dame gehört zu den wenigen Tieren im Zoo, die noch aus der Wildbahn stammen. Erst seit 1959 lebt sie an der Spree.

Ihr exaktes Geburtsdatum ist unbekannt. «Nachdem ein trinkfester Matrose den kleinen Gorilla als Zahlungsmittel in einer Gastwirtschaft im französischen Marseille einsetzte, kam sie schließlich über Umwege in den Zoo Berlin», wurde berichtet. Damals wurde Fatou auf zwei Jahre geschätzt. Der Zoo feiert ihren Geburtstag seit einigen Jahren am 13. April.

Fatou lebt in einem separaten Gorillagehege und ist nicht Teil der Gruppe – dies wäre dem Zoo zufolge zu aufregend. Sie kann jederzeit Kontakt zu den fünf anderen Tieren aufnehmen, zieht es jedoch vor, sich zurückzuziehen und Abstand zu halten, erklärte die Sprecherin.

Gorillas sind die schwerste und größte Menschenaffenart. In ihrem natürlichen Lebensraum sind sie als gefährdet eingestuft.

dpa